Einsiedeln

Sihlsee: Bei Wassersport auf Tier- und Pflanzenwohl achten

Nau.ch Lokal
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Schwyz,

Die Kampagne «Aufs Wasser mit Rücksicht» sensibilisiert für ein naturverträgliches Verhalten auf den Schweizer Seen. In Einsiedeln ist der Sihlsee im Fokus.

Der Sihlsee bei Einsiedeln.
Der Sihlsee bei Einsiedeln. - Nau.ch / Oliver Borner

Das Stand-Up-Paddling (SUP) hat sich in den letzten Jahren als beliebte Freizeit- und Wassersportaktivität etabliert. Auch am Sihlsee werden diesen Sommer wieder Hunderte Personen mit SUPs, aber auch mit Kanus und anderen Wassersportgeräten unterwegs sein.

Wie der Bezirk Einsiedeln ausführt kann, was für Erholungssuchende ein Sommertag auf dem Wasser ist, für Tiere und Pflanzen zur Belastung werden.

Die Kampagne «Aufs Wasser mit Rücksicht» sensibilisiert deshalb für ein naturverträgliches Verhalten auf den Schweizer Seen.

Natur unter Druck

Besonders an warmen Sommertagen wird es auf den Schweizer Gewässern eng. Wo die Freizeitnutzung zunimmt, steigt der Druck auf sensible Lebensräume.

Wasservögel sind auf störungsarme Rückzugsräume angewiesen. Schilfgürtel dienen als Brut- und Versteckorte, Kiesinseln und Sandbänke als wichtige Rastplätze. In Flachwasserzonen laichen Fische.

Im Herbst und Winter reagieren Vogelansammlungen teilweise bereits auf Distanzen von bis zu einem Kilometer auf Störungen.

Verständnis und Respekt

Um das Verständnis und den Respekt gegenüber Wildtieren zu erhöhen, führt der Verein «Natur & Freizeit» seit 2020 gemeinsam mit 23 Mitgliedorganisationen die Kampagne «Aufs Wasser mit Rücksicht» durch.

Unterstützt wird sie am Sihlsee vom Kanton Schwyz. Was als Pilotprojekt am Zürichsee und Genfersee begann, wird mittlerweile an zwölf Schweizer Seen umgesetzt.

Vier einfache Verhaltensempfehlungen

Die Bevölkerung wird darum gebeten, folgende Verhaltensempfehlungen zu befolgen.

Abstand halten zum Schilf: Wo immer möglich 100 Meter. Im Schilf brüten und verstecken sich viele Vögel. Abstand halten zu Kiesinseln und Sandbänken: Nach Möglichkeit 100 Meter oder mehr. Hier rasten und brüten viele Vögel oder suchen Nahrung.

Grosse Distanz wahren zu Vogelansammlungen: Im Herbst und Winter keine Gewässerabschnitte mit Vogelansammlungen befahren. Störungen sind schon aus einem Kilometer Entfernung möglich.

Schutzgebiete respektieren: Stets ausserhalb der Grenzen bleiben. Diese sind teilweise mit gelben Bojen oder Tafeln markiert und in Karten eingezeichnet.

Und nicht vergessen: Wasch dein Zeug!

Gebietsfremde Tiere und Pflanzen kommen auch in Schweizer Gewässern vor. Oft werden sie unbemerkt durch den Menschen verbreitet und mit Booten, Wassersport- oder Fischereimaterial von einem Gewässer zum nächsten verschleppt.

Die Quaggamuschel zum Beispiel kann sich sowohl als erwachsenes Tier, das an Gegenständen haftet, als auch als winzige Larve in einem Wassertropfen verbreiten.

Daher ist es wichtig, alle Gegenstände, die in einem Gewässer verwendet wurden, gründlich zu reinigen und vollständig zu trocknen, bevor sie in einem anderen Gewässer verwendet werden.

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