Gleichstellung

    Schwyz sagt Ja zu sprachlicher Gleichstellung in Gesetzen

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    Im zweiten Anlauf: Der Schwyzer Kantonsrat unterstützt eine Motion, die eine geschlechtsneutrale Sprache in amtlichen Veröffentlichungen verlangt.

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    Das Rathaus in Schwyz. (Archivbild) - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

    Der Schwyzer Kantonsrat unterstützt eine Motion zur Einführung einer geschlechtergerechten Sprache in amtlichen Publikationen.

    Mit 48 zu 46 Stimmen hat der Kantonsrat am Mittwoch ein Anliegen der Gleichstellung erheblich erklärt.

    Bei künftigen Gesetzen sollen Männer und Frauen gleichermassen erwähnt werden, auch Frauen sollen sich angesprochen fühlen. Bei den sprachlichen Anpassungen geht es aber nicht um die Verwendung von Genderzeichen, wie es in der Motion heisst.

    Ein ähnlicher Vorstoss von linker Ratsseite war im letzten Februar vom Parlament noch knapp abgewiesen worden. Dass es im zweiten Anlauf klappte, liegt wohl daran, dass die jüngste Motion von Frauen aus drei Fraktionen unterstützt wurde, also auch aus FDP und Mitte.

    Bund stellt brauchbaren Leitfaden vor

    «Als Gesetzgeber haben wir eine Vorbildfunktion für die Gesellschaft», sagte eine Kantonsrätin der Mitte. Man nehme den Männern nichts weg, betonte eine SP-Sprecherin.

    «Es geht um Respekt – darum, dass auch Frauen sich angesprochen fühlen in amtlichen Veröffentlichungen.» Der Bund habe, so eine FDP-Sprecherin, einen brauchbaren Leitfaden vorgelegt, wie eine geschlechtsneutrale Sprache umgesetzt werden könne.

    Widerstand auch vom Regierungsrat

    Der Widerstand gegen die Motion kam von den Fraktionen von FDP und SVP, ebenso vom Regierungsrat. Der Sprecher der SVP verwies auf die abschlägige Antwort der Regierung anlässlich des SP-Vorstosses vom vergangenen Februar.

    Und der Sprecher der FDP, ein Anwalt, behauptete, dass eine geschlechtsneutrale Sprache Gesetze schlechter lesbar und unverständlicher mache.

    Das Geschlecht sei juristisch nicht relevant, Gesetze müssten klar und präzise sein. Im Gegensatz zur Mehrheit der FDP stimmte die kleine Fraktion der Grünliberalen für die Motion.

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