Der SC Goldau kassierte im Abstiegskampf einen herben Dämpfer und verlor zu Hause gegen Schattdorf gleich mit 4:5-Toren.
Fussball SC Goldau Herren
Die Goldauer, hier mit Liridon Simoni, mussten gegen Schattdorf eine empfindliche Niederlage hinnehmen. - SC Goldau

Die Ausgangslage vor der Partie war klar. Gegen den Tabellenletzten aus Schattdorf musste ein Sieg her, wollte man den Anschluss gegen Oben nicht verlieren. Die Partie und das tolle Wetter zogen dann auch 450 Zuschauer auf den Sportplatz Tierpark.

Die Gäste aus dem Urnerland starteten besser in die Partie und waren meist den berühmten einen Schritt vor den Goldauern am Ball. So auch beim Führungstreffer in der achten Spielminute. Steinegger konnte einen Abschluss nur ungenügend parieren. Beim Abpraller agierte Patrik Stampfli reaktionsschnell und so markierte er den Führungstreffer.

Nervöse Goldauer halten das Spiel offen

Der frühe Treffer stärkte natürlich das Selbstvertrauen der Urner, die fortan spielbestimmend waren. Die Gäste fanden eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive. Die Aktionen der Tierpärkler waren teils sehr fahrig und ideenlos. Erst nach einer halben Stunde konnten die einheimischen Fans die erste Chance bestaunen. Schmids Abschluss ging knapp am Tor vorbei.

In der 35. Minute pfiff der Schiedsrichter dann einen Penalty für Goldau. Sommaruga wurde nach einer Ecke regelwidrig gefoult. Koni Huser nutzte die Chance und verwandelte sicher zum 1:1. Wer nun auf erstarkte Goldauer hoffte, wurde enttäuscht. Schattdorf konnte mit Andri Baumann einen stehenden Ball spielen.

Dieser fand den Kopf des gross gewachsenen Skander und der Ball schliesslich das Tor. Goldau hatte kurz vor dem Pausenpfiff mit Jozef Simoni noch die Chance zum Ausgleich. Er scheiterte aber aus kurzer Distanz.

Sechs Tore in der 2. Halbzeit

Die zweite Halbzeit hatte es in sich. Wer den Gang zum Wurststand wagte, verpasste schnell mal einen Treffer. Der Reihe nach. Der Goldauer Camenzind scheiterte in der 50. Minute nach einer Ecke aus kurzer Distanz am reaktionsschnellen Arnold. Der sicher geglaubte Ausgleich sollte kurze Zeit später fallen. Tobias Walker fasste sich in der 62. Minute ein Herz und zog einfach mal aus der Distanz ab. Sein Schuss landete unhaltbar in den Maschen. Ein herrlicher Treffer zum Ausgleich.

Anschliessend entwickelte sich das Fussballspiel mehr zu einer Ping-Pong-Partie. Gefährliche Aktionen hüben wie drüben. Dieses Mal waren die Gäste wieder an der Reihe. Dank eines starken Forecheckings eroberten die Schattdörfler den Ball, spielten auf die Aussen und die minutiös getimte Flanke fand Skander.

Der Urner erzielte das 2:3 mit seinem zweiten Kopfballtreffer in diesem Spiel. Die Goldauer waren in diesen Minuten völlig von der Rolle. Ein missglückter Rückpass konnte auch der herauseilende Steinegger nicht mehr klären. Patrik Stampfli war der Nutzniesser und markierte einen «empty netter» zum 2:4.

Schönster Treffer des Spiels in der Schlussphase

Hervorzuheben ist, dass Goldau meist immer reagieren konnte. So auch diesmal. Ein Ball erreichte in der Offensive Koni Huser, der in gekonnter Manier zum erneuten Anschlusstreffer einschieben konnte (78.). Nur ging das Pingpong leider weiter. Ein Schattdörfler lancierte Patrik Stampfli perfekt. Und der junge Stürmer zeigte keine Nerven, sondern erzielte das 3:5 und zugleich seinen Hattrick in diesem Spiel.

Für den Schlusspunkt und für das schönste Tor in diesem Spiel sorgte Tobias Walker (89.). Der Goldauer-Stürmer erzielte seinen zweiten Treffer wiederum mit einem herrlichen Weitschuss. Danach war die Partie aus und Schattdorf der Sieger des Tages. Für Goldau heisst es jetzt erst einmal Wunden lecken.

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