Der Voranschlag 2022 und der Finanzplan 2023 bis 2025 weisen Defizite in Höhe von insgesamt 1.331 Millionen Franken aus.
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Schweizer Franken. (Symbolbild) - dpa

Die Reduzierung der Finanzausgleichszahlung im Jahr 2022 um 39 100 Franken zum Vorjahr schmerzt, hätte aber auch schlimmer ausfallen können.

Ist auch jetzt aus politischer Sicht ein massvoller Eigenkapitalabbau in den nächsten Jahren nicht unerwünscht, so wird man in einigen Jahren nicht umhin kommen, entweder die Steuern massvoll nach oben oder die Ausgaben nach unten anzupassen.

Konkret weisen der Voranschlag 2022 und der Finanzplan 2023 bis 2025 Defizite in Höhe von insgesamt 1.331 Millionen Franken aus, welche das vorhandene Eigenkapital entsprechend reduzieren.

Für das laufende Jahr (2021) sind die Steuereinnahmen zurzeit deutlich höher als erwartet. Bleibt dies so, wird die Rechnung 2021 besser abschliessen als im Voranschlag 2021 prognostiziert (Stand November 2021).

Gemeindeeigene Infrastruktur auf einem attraktiven Niveau

Ziel des Gemeinderates bleibt, geplante Investitionen zu tätigen und die gemeindeeigene Infrastruktur auf einem für alle Einwohner attraktiven Niveau zu halten und gestalten. An dieser Grundidee soll festgehalten werden, auch wenn es hier – nicht zuletzt coronabedingt – Verzögerungen gegeben hat und wohl auch weiterhin geben dürfte.

So wird die Planung für das Projekt Mehrzweckgebäude Schlössli weitergeführt. Die Verhandlungen mit dem Verein St. Anna sind weiterhin im Gange und wir werden voraussichtlich im nächsten Jahr zu einem Ergebnis kommen.

Aktueller Steuerfuss von 150 Prozent

Bei der Abwasserbeseitigung wird nächstes Jahr die letzte Etappe im Dörfli erstellt und angeschlossen, was eine deutliche Reduktion der Abwasserkosten im Jahr 2023 zur Folge haben dürfte.

Basierend auf dem aktuellen Wissensstand und dem vorhandenen Eigenkapital kann der aktuelle Steuerfuss von 150 Prozent einer Einheit auf 140 Prozent sowohl für den Voranschlag 2022 wie auch für die Finanzplanjahre übernommen werden.

Damit bleibt die Gemeinde auch in den nächsten Jahren nicht nur wegen ihren Einwohnerinnen und Einwohnern und ihrer Lage ein attraktiver Wohnort sondern auch steuerlich sehr konkurrenzfähig.

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