Tim und Struppi

Neues Schulhausprojekt: «Tim und Struppi» überzeugt Jury

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Schwyz,

Schwyz hat das Siegerprojekt «Tim und Struppi» für den Neubau des Schulhauses Seewen-Feld gekürt. Die Anlage bietet Platz für Kindergarten und Primarschule.

Stadt Brunnen vor dem Rathaus der Gemeinde Schwyz.
Stadt Brunnen vor dem Rathaus der Gemeinde Schwyz. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Gemeinde Schwyz mitteilt, soll angesichts steigender Bevölkerungszahlen in Seewen ein modernes Schulhaus entstehen. Um die bestmögliche Lösung für diese Baute zu finden, hat die Gemeinde Schwyz einen Projektwettbewerb durchgeführt. Die Jury-Ergebnisse sowie das gewählte Siegerprojekt «Tim und Struppi» liegen nun vor.

Der moderne Schulhausneubau in Seewen soll Platz für sechs Primarschulklassen, drei Kindergartenklassen sowie öffentlich nutzbare Räume wie einen Mehrzwecksaal bieten. Ziel war ein Projekt mit hoher Funktionalität, hervorragender Nutzungsqualität und der Option für spätere Erweiterungen.

Grosser Wert wurde ausserdem auf die städtebauliche Setzung und Adressierung des Neubaus gelegt, welche die Schulstandorte Krummfeld und Seewen-Feld verbindet. Um die bestmögliche Lösung zu finden, hat die Gemeinde einen selektiven Projektwettbewerb durchgeführt, bei dem verschiedene Architektur- und Planerbüros ihre Vorschläge für das Bauprojekt einreichen konnten.

Rangierung der Projekte

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist wurden 11 Planungsteams mit ihren Projektvorschlägen für die Teilnahme am Projektwettbewerb zugelassen. Damit die Einhaltung der klar festgelegten inhaltlichen Kriterien und Anforderungen sichergestellt werden konnte, fand eine Vorprüfung der eingereichten Projekte statt.

Die Ergebnisse daraus wurden der Jury vorgelegt; alle Eingaben wurden zur Beurteilung zugelassen. Zwei Projektbeiträge verstiessen gegen die Anforderungen, indem sie den Kindergarten in einem separaten Gebäude unterbrachten, obwohl gefordert wurde, alle Nutzungen in einem Gebäude zu vereinen.

Anhand des Verfahrensprogramms war jedoch die Möglichkeit eines sogenannten Ankaufs, inklusive Rangierung und Empfehlung zur Weiterbearbeitung (bei Erstrangierung), gegeben.

Jury empfiehlt Siegerprojekt zur Weiterbearbeitung

Mit Ankäufen werden Beiträge ausgezeichnet, die hervorragende Lösungsansätze aufzeigen und gleichzeitig gegen wesentliche Rahmenbedingungen verstossen. Die Jury entschied, die abweichenden Projektbeiträge über einen Ankauf zu rangieren.

Das damit angekaufte und sodann auch erstrangierte Projekt «Tim und Struppi» von Bislimi Engel Architekten GmbH, Zürich, und vetschpartner Landschaftsarchitekten AG, Zürich, wird von der Jury zur Weiterbearbeitung empfohlen.

Das Projekt überzeugt durch seine städtebauliche Setzung, die klare Organisation, die nachhaltige Bauweise und die hohe Nutzungsqualität, die sich ideal für den Schulbetrieb und die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer eignet.

Tim und Struppi

Das Siegerprojekt «Tim und Struppi» zeichnet sich durch zwei längsrechteckige Baukörper aus, die leicht versetzt und abgedreht angeordnet werden. Dadurch entstehen klar definierte Freiräume.

Der dreigeschossige Primarschulbau mit Flachdach wirkt ortsbaulich angemessen, was auch nach einer Erweiterung um ein Geschoss weiterhin der Fall wäre. Der eingeschossige Kindergarten erscheint pavillonartig und verleiht der Anlage einen kindergerechten Massstab.

Beim Pausenplatz erweist sich das leichte Anheben des Platzes als geschickter Umgang mit der Topografie, da so die Geländesteigung innerhalb des Areals entspannt wird.

Wärmeschutz und Solarenergie integriert

Im Primarschulhaus entstehen entlang der Längsseiten flexibel aufteilbare Raumschichten mit den Haupträumen, die Mittelzone umfasst einen grosszügigen, multifunktionalen Raum. Der Kindergarten kann im Grundriss flexibel organisiert und allseitig belichtet werden.

Der Ausdruck der Gebäude ist zurückhaltend und feingliedrig. Die Konstruktion aus Holz in einem Holzverbundbau weist auf einen künftig möglichen, schichtweisen Rückbau der Gewerke im Sinne der Kreislaufwirtschaft hin. Mit Vordächern und einer angedachten Kühlung wird der sommerliche Wärmeschutz berücksichtigt.

Über die Fassaden werden sowohl die solare Energiegewinnung als auch die statische Struktur ablesbar gemacht. Am Samstag, 17. Januar 2026, von 9 bis 12 Uhr, findet im Zeughausareal in Seewen eine öffentliche Vernissage der eingereichten Projekte für die Bevölkerung statt.

Fahrplan zum neuen Schulhaus

Die Volksabstimmung über den Planungskredit ist für den Juni 2026 vorgesehen. Das Vor- respektive Bauprojekt wird in der Zeitspanne zwischen Juni 2026 und Juli 2027 erarbeitet. Über den Baukredit soll voraussichtlich im September 2027 abgestimmt werden.

Die Ausführungsplanung und Realisierung ist von Januar 2028 bis Juli 2030 eingeplant; damit kann der Bezug des neuen Schulhauses Seewen-Feld auf das Schuljahr 2030/31 erfolgen.

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