Liegenschaft «Paradiesli» soll etappenweise erneuert werden
Der Gemeinderat Ingenbohl hat strategische Entscheide zur Nutzung des «Paradiesli» und zur Optimierung der Parkplatzsituation im Dorf getroffen.

Wie die Gemeinde Ingenbohl mitteilt, hat der Gemeinderat an seiner jährlichen Klausur zentrale Weichen für die Zukunft der Liegenschaft «Paradiesli» gestellt.
Die Anlage soll etappenweise erneuert werden.
Gleichzeitig will der Gemeinderat mit einem Parkierungskonzept den Suchverkehr im Dorf spürbar reduzieren.
«Paradiesli»: Etappierter Umbau mit Fokus auf Bildung
Nach der deutlichen Zustimmung der Stimmbevölkerung zum Kauf der Liegenschaft am 8. März 2026 treibt der Gemeinderat die Planung voran.
In einer ersten Etappe sollen die denkmalgeschützten Gebäudeteile – der Haupttrakt und die beiden Anbauten – umgebaut werden. Vorgesehen sind Räume für Kindergärten, Schulverwaltung und Musikschule sowie die schulergänzende Betreuung. Ergänzend sind Räumlichkeiten für kulturelle Nutzungen vorgesehen.
Der Baustart für diese erste Etappe ist bei optimalem Verlauf frühestens für 2028 vorgesehen. Über die notwendigen Investitionen wird die Stimmbevölkerung zu gegebener Zeit entscheiden.
Die erforderliche Umzonung in eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen wurde bereits eingeleitet.
Optionen für Kapellentrakt werden später geprüft
Für den Kapellentrakt, der nicht unter Denkmalschutz steht, werden die Optionen Umbau oder Ersatzneubau in einer späteren Phase geprüft.
Die heutige Zwischennutzung als Unterkunft für Schutzsuchende aus der Ukraine soll bis dahin weitergeführt und optimiert werden. Zusätzlich wird eine temporäre öffentliche Nutzung der ehemaligen Kapelle geprüft, wofür ein separater Zugang erforderlich wäre.
Vereine: Bedarf an Stauraum und Proberäumen
Eine Befragung der lokalen Vereine zeigt insbesondere Bedarf an Stauraum und Proberäumen. Da diese Anforderungen im «Paradiesli» vorerst nicht erfüllt werden können, prüft der Gemeinderat eine Umnutzung des Obergeschosses im Schützenhaus.
Turnhallen: Angebot ausreichend – Optimierung möglich
Die Befragung hat zudem ergeben, dass das bestehende Turnhallenangebot zurzeit den Bedarf grösstenteils deckt. Ergänzend nutzen Vereine an bestimmten Tagen die gemietete Turnhalle des Theresianums.
Diese ist in den Sommermonaten jedoch wenig ausgelastet; hier soll die Nutzung gezielt verbessert werden.
Mit Blick in die Zukunft steht in rund zehn Jahren die Sanierung der Dreifachturnhalle auf dem Schulareal an. In diesem Zusammenhang wird gemeinsam mit dem Bezirk Schwyz eine mögliche Erweiterung geprüft.
Kein Parkhaus, dafür Parkierungskonzept für weniger Suchverkehr
Im vergangenen Jahr wurde untersucht, ob auf dem Gemeindeparkplatz ein Parkhaus realisiert werden könnte. Dieses sollte sowohl zusätzliche Parkplätze schaffen als auch zur Aufwertung des Areals beitragen. Dazu wurden auch hydrogeologische Abklärungen getroffen.
Aufgrund der geltenden Gewässerschutzgesetzgebung ist jedoch ein mehrgeschossiger Bau in die Tiefe nicht umsetzbar. Unter diesen Rahmenbedingungen hat der Gemeinderat schon vor der Klausur entschieden, das Projekt eines Parkhauses nicht weiterzuverfolgen.
Zu Spitzenzeiten sind die öffentlichen Parkplätze jedoch stark ausgelastet, was zu unerwünschtem Suchverkehr im Dorf führt. Um diesen zu reduzieren, wird die Einführung eines dynamischen Parkleitsystems geprüft.






