Kanton Schwyz: Wölfe M107 und M586 rissen Schafe und eine Ziege
DNA-Analysen zeigen, dass in Pfäffikon SZ und Einsiedeln SZ im August zwei Wölfe aus dem Chöpfenbergrudel zwölf Schafe und eine Ziege gerissen haben.

Die DNA-Analyse bestätigt, dass Wölfe für die Risse vom 20., 22. und 30. August 2026 in Pfäffikon bzw. Einsiedeln verantwortlich sind. In zwei Fällen handelt es sich um Wölfe aus dem Chöpfenbergrudel.
Am 20. August 2026 wurde in Pfäffikon und am 22. sowie 30. August 2026 in Einsiedeln (Albegg bzw. Haltli) wegen eines möglichen Rissereignisses jeweils Herdenschutzalarm ausgelöst. Betroffen waren in Pfäffikon zwölf Schafe sowie in den Gebieten Albegg und Haltli eine Ziege bzw. 4 Schafe. Aufgrund der vor Ort festgestellten Spuren ging die Wildhut bei allen drei Fällen von einem Angriff durch den Wolf aus und es wurden DNA-Proben genommen.
Die nun vorliegenden Individualanalysen konnten die DNA aus dem Rissereignis in Pfäffikon dem Wolf M107 und jene in Albegg dem Wolf M586 zuordnen. Im Fall im Haltli war eine Bestimmung des Wolfs nicht möglich. Die bereits bekannten Wölfe M107 und M586 sind somit erneut genetisch nachgewiesen.
Erkenntnisse zu den Tieren
Die beiden identifizierten Wölfe stammen aus dem Chöpfenbergrudel. M107 ist der Leitwolf des Rudels und wurde 2019 zum ersten Mal im Wallis genetisch nachgewiesen. Seit 2021 ist er im heutigen Streifgebiet ansässig und war bis zum Rissereignis unauffällig.
Der Standort des Falls oberhalb von Pfäffikon liegt innerhalb des Streifgebiets des Rudels. Der Rüde bewegte sich somit im bekannten Territorium.
stammt aus dem ersten Wurf des Chöpfenbergrudels aus dem Jahr 2025 und wurde zuletzt im März 2026 in Vorderthal, innerhalb des Rudelterritoriums anhand einer Kotprobe dokumentiert. Das aktuelle Ereignis zeigt, dass sich das Tier inzwischen auch ausserhalb seines bisherigen bekannten Streifgebiets aufhält und das Rudel verlassen hat. Aufgrund der örtlichen Lage der Risse ist es plausibel, dass M586 dem Wolfspaar angehört, das im Juli 2026 bei Alpthal festgestellt worden ist.
Ob ebenfalls ein Mitglied des Chöpfenbergrudels für den Tod von vier Schafen im Haltli verantwortlich ist, bleibt offen.
Bedeutung von DNA-Proben für das Monitoring
Genetische Nachweise ermöglichen es, einzelne Wölfe eindeutig zu identifizieren und deren Herkunft, Verwandtschaft und räumliche Wanderungen nachzuverfolgen. Die Ergebnisse der Individualanalysen ergänzen damit die Erkenntnisse aus dem laufenden Fotofallenmonitoring und tragen dazu bei, die Entwicklung und Ausbreitung des Wolfsbestands im Kanton Schwyz zu dokumentieren. Aufgrund äusserer Einflussfaktoren ist es nicht in jedem Fall möglich, eine für die genetischen Analysen optimale Probe zu sichern.
Darum wird appelliert, Kadaver nach einem Rissereignis nicht zu berühren.
Die DNA-Analysen wurden durch das Laboratoire de Biologie de la Conservation de l'Université de Lausanne durchgeführt.






