FC Einsiedeln feiert ersten Heimsieg der Saison
Der FC Einsiedeln setzt sich gegen Unterstrass mit 1:0 durch und feiert nach drei Niederlagen den ersten Heimsieg der Saison.

Wie der FC Einsiedeln mitteilt, bedeutete der erste Heimsieg ein hartes Stück Arbeit. Vor dieser eher ereignisarmen aber intensiv geführten Begegnung trennten die beiden Protagonisten satte sieben Tabellenplätze oder fünf Punkte. Auf dem Platz war davon allerdings nichts zu sehen.
Der FC Einsiedeln und der FC Unterstrass lieferten sich ein Fussballspiel auf Augenhöhe, was aus rotschwarzer Sicht eigentlich wenig verwunderte, zeigte der FCE daheim in dieser Saison kämpferisch stets einwandfreie Leistungen und dies ausnahmslos gegen Spitzenteams notabene.
Räber hält Einsiedeln im Spiel
Kämpfen kann man immer, besonders dann, wenn der Trainer aufgrund von Absenzen, Sperren und Verletzungen zu einigen Umstellungen gezwungen wird. Dies hat man der Mannschaft in der ersten Halbzeit doch hie und da angemerkt, die man aus Einsiedler Sicht quasi als Findungsphase abbuchen konnte. Das diese nicht mit einem Rückstand abgeschlossen werden musste, hatte ausgerechnet mit einem «Neuling» zu tun.
Aufgrund der Torhüternotlage (Birchler gesperrt, Nützel verletzt) stand der in dieser Saison etwas kürzer getretene Dennis Räber zwischen den Pfosten und spielte seinen Part so, als ob er nie weg gewesen wäre. Wie er nach elf Minuten den Abschluss von Srdic parierte war grosse Klasse. Dieser kam im laufenden Spiel praktisch zu einem Elfmeter, bei dem Räber die gewählte Ecke zum Glück roch.
Sonst liessen die beiden Abwehrreihen nicht allzuviel zu, ansonsten waren da zwei sehr präsente Torhüter zur Stelle. Sowohl Unterstrass als auch Einsiedeln konnten nicht verbergen, dass der letzte Sieg schon eine Weile zurücklag. Safety first stand bei den Stadtzürchern relativ weit oben auf der To-Do-Liste.
Man stürzte sich nicht blind in den Angriff, sondern versuchte mit Geduld und sicherem Passspiel aus der Defensive heraus den richtigen Moment für eine offensive Aktion zu finden, was zumindest in einem Chancenplus nach 45 Minuten endete. Die letzte Möglichkeit gehörte allerdings dem FCE. Betim Pachuku gelang dabei mit seinem Abschluss aus grosser Distanz beinahe ein Prachtstor und scheiterte nur knapp am zurückeilenden und sich mächtig streckenden Stangelberger.
Lakasi erlöst den FC Einsiedeln
Der FCE zeigte sich nach dem Seitenwechsel etwas offensiver eingestellt, was zunächst aber nur zu einer heiklen Strafraumszene mit Beteiligung von Maxim Riedi führte und vom Schiedsrichter als Stürmerfoul taxiert wurde. Möglichkeiten blieben Mangelware, was beide Teams allerdings mit viel Engagement zu kompensieren wussten. Und nachdem Marko Prskalo Meiers Kopfball vor der Torlinie wegspedierte, wurde es auf dem Rappenmöösli dann doch noch richtig laut.
Die «Vorspeise» lieferte zunächst der eingewechselte Leandro Albert mit seinem gefährlichen Schlenzer (79.). Der Hauptgang wurde dann vier Minuten später serviert! Jordan Lakasi kam einige Meter vor dem gegnerischen Strafraum irgendwie an den Ball, wusste mit diesem im ersten Moment nicht viel anzufangen, entschied sich dann für den Alleingang und schob den Ball zum Entzücken seiner Mitspieler und der Einsiedler Fans am chancenlosen Stangelberger vorbei in den Torhimmel! 83 Minuten lang zeigte das leichtfüssige und dribbelstarke Eigengewächs eine unauffällige Partie und sorgte dann mit einer Galaszene für Jubel, Trubel, Heiterkeit.
Nach drei Niederlagen kam das einer Erlösung gleich und trotz vehementer Reaktion der Gäste brachte der FCE mit vereinten Kräften die drei Punkte ins Trockene. Trotz vieler Abwesenden schaffte es das Trainerduo Corrado/Berger, eine schlagkräftige Truppe auf den Platz zu stellen, die in den 90 Minuten sogar zu einer tollen Einheit verschmolz. Lücken bedeuten nicht nur Sorgenfalten, vor allem dann nicht, wenn man eine solche füllen kann und so sogar zu seinem Debut in der ersten Mannschaft kommt – so wie Nico Horvath. Um Erfolg zu haben, braucht es eben weit mehr als elf Spieler.









