Der Kanton Schwyz erarbeitet eine Empfehlung, wie mineralische Recyclingbaustoffe verwendet werden können und setzt Standards zur Entsorgung von Bauabfällen. Der Regierungsrat hat die Abfallplanung 2021 bewilligt, die insgesamt elf Massnahmen beinhaltet.
Ein Bauarbeiter auf einer Baustelle.
Baustelle (Symbolbild) - Keystone

Die Kantone sind verpflichtet, ihre Abfallplanung alle fünf Jahre zu überprüfen, in Schwyz passierte dies letztmals 2013. In einzelnen Bereichen seien nun Verbesserungen nötig, teilte die Schwyzer Staatskanzlei am Freitag mit.

Ziel der neuen Abfallplanung sei es, im Bereich Abfall Stoffkreisläufe zu schliessen und Schadstoffe auszuschliessen. Potential bestehe etwa beim Recycling von mineralischen Bauabfällen, die nach dem unverschmutzten Aushub der mengenmässig grösste Abfallstrom darstellen.

Sie seien als Recyclingbaustoffe ein sinnvoller Kiesersatz, müssten aber normgerecht hergestellt werden. Dazu wird eine Verwendungsempfehlung für mineralische Recyclingbaustoffe für den Kanton Schwyz erarbeitet.

Ansetzen wird der Kanton auch bei der Entsorgung von Bauabfällen. So werden Minimal-Standards zur privaten Kontrolle des Entsorgungskonzepts und der Schadstoffermittlung im Baubewilligungsverfahren festgelegt. Zudem muss das Merkblatt «Umschlag- und Aufbereitungsplätze für Bauabfälle» innerhalb der nächsten drei Jahre überarbeitet werden.

Auch bei der Verwertung von Boden gibt es Handlungsbedarf, da eine beachtliche Menge von Bodenmaterial auf Deponien entsorgt statt verwertet wird. Das will der Kanton Schwyz verbessern, indem er in einer Hinweiskarte aufwertbare Böden im Kanton lokalisiert.

Aktualisiert wird zudem die Deponieplanung für den Zeitraum bis 2024. Dabei würden Standorte für Deponien evaluiert, in denen auch verschmutztes Material abgelagert werden könnte. Schliesslich wird der Klärschlammentsorgungsplans aus dem Jahr 2003 mit Fokus auf die Phosphorrückgewinnung aktualisiert.