Kanton Schwyz: Neue Anlaufstelle für Jugendliche vor dem Lehrabbruch

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Ab Montag, 17. August 2026, begleitet das Case Management Berufsbildung im Kanton Schwyz Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren – freiwillig und kostenlos.

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Kanton Schwyz: Neue Anlaufstelle für Jugendliche vor dem Lehrabbruch (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Der Weg von der Schule in die Berufswelt verläuft nicht für alle Jugendlichen geradlinig. Wenn schulische, gesundheitliche, soziale oder familiäre Herausforderungen zusammenkommen, kann aus einer einzelnen Schwierigkeit schnell eine grosse Hürde werden. Hier setzt das neue Case Management Berufsbildung (CMBB) des Kantons Schwyz an.

Das neue Angebot Case Management Berufsbildung (CMBB) unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene, deren Weg in die Berufswelt aufgrund einer Mehrfachproblematik gefährdet ist – vom Übergang aus der Oberstufe in die Berufsbildung, während der Lehre und bei Bedarf bis zum erfolgreichen Berufsabschluss. «Wir wollen Jugendliche nicht erst dann unterstützen, wenn eine Lehrstelle verloren gegangen ist», sagt Karin Kuster, Leiterin Case Management Berufsbildung. «Wir möchten früher ansetzen, gemeinsam mit den Jugendlichen Lösungen entwickeln und ihnen zeigen: Es gibt einen Weg – auch wenn dieser gerade schwierig erscheint.»

Wenn mehrere Herausforderungen gleichzeitig belasten

Der Schritt von der Schule in die Berufswelt ist für Jugendliche eine wichtige Weichenstellung. Für einige wird dieser Weg jedoch durch mehrere Herausforderungen gleichzeitig erschwert. Schulische Schwierigkeiten, gesundheitliche Themen, psychosoziale Belastungen, Motivations- oder Integrationsprobleme, familiäre Herausforderungen sowie Migration oder Sprachbarrieren können sich gegenseitig verstärken.

Gerade wenn mehrere solcher Faktoren zusammenkommen, reichen punktuelle Unterstützungsangebote oftmals nicht aus. Das neue CMBB schliesst hier eine Lücke.

Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren mit Wohnsitz im Kanton Schwyz, deren Einstieg oder Verbleib in einer beruflichen Grundbildung aufgrund einer Mehrfachproblematik gefährdet ist. Dazu gehören beispielsweise Jugendliche ohne Lehrvertrag, Lernende mit sozialen oder gesundheitlichen Herausforderungen, Lehrabbrechende ohne Anschlusslösung oder Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ohne klare Anschlusslösung.

Eine Ansprechperson, die den Überblick behält

Im Zentrum steht eine verbindliche und längerfristige Begleitung. Eine Case Managerin oder ein Case Manager koordiniert die beteiligten Personen und Fachstellen, klärt den Unterstützungsbedarf und sorgt dafür, dass vereinbarte Massnahmen umgesetzt und überprüft werden. Die Beratung ist freiwillig und kostenlos.

Die Jugendlichen behalten die Verantwortung für ihren eigenen Weg und werden darin unterstützt, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und zu nutzen.

Früh unterstützen, Lehrabbrüche verhindern

Bereits ab der Oberstufe können Jugendliche mit Mehrfachbelastung erfasst werden, wenn der Übergang in eine berufliche Ausbildung gefährdet ist. Während der Lehre arbeitet das CMBB eng mit den Ausbildungsberatenden des Amts für Berufsbildung, Lehrbetrieben, Berufsfachschulen, Eltern und weiteren Fachstellen zusammen. Ziel ist es, Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen, Lehrverhältnisse zu stabilisieren und Ausbildungsabbrüche möglichst zu verhindern.

Kommt es dennoch zu einer Lehrvertragsauflösung, bleibt die Unterstützung bestehen. Das CMBB begleitet Jugendliche ohne Anschlusslösung bei der Suche nach einer passenden Perspektive und – wenn nötig – bis zum Lehrabschluss. Karin Kuster: «Das Konzept bringt es auf den Punkt: Kein Abbruch ohne Anschluss.»

Das Case Management ist beim Amt für Berufsbildung des Kantons Schwyz angesiedelt. Dadurch kann die Begleitung eng mit der Lehraufsicht und den bestehenden Strukturen der Berufsbildung verknüpft werden. Gleichzeitig ermöglicht dies eine kontinuierliche Begleitung von der Oberstufe bis zum Lehrabschluss.

Beim Übergang in die berufliche Grundbildung muss die Vertrauensperson nicht zwingend wechseln.

Erfolgreich in die Zukunft

Voraussetzung ist das Einverständnis der betroffenen Jugendlichen und ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit.

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