Kanton Schwyz: KI im Unterricht nur, wenn es pädagogisch begründet ist

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Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hat am 18. August 2026 eine Interpellation zum Einsatz künstlicher Intelligenz in den Schulen beantwortet.

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Kanton Schwyz: Das Gemeindehaus in Schwyz (Symbolbild) - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Der Regierungsrat beurteilt den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im Unterricht als eine bedeutsame Entwicklung im Kontext des digitalen Wandels, die sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringt.

Aus Sicht des Regierungsrates ist der Einsatz von KI nur dort sinnvoll, wo er pädagogisch begründet ist und die Erreichung der Lernziele unterstützt. KI darf weder den Erwerb von Grundkompetenzen noch die Eigenleistung der Schüler ersetzen. Ihr Einsatz soll Lernprozesse gezielt unterstützen, die aktive und eigenständige Auseinandersetzung mit Lerninhalten fördern und zum Aufbau fachlicher sowie überfachlicher Kompetenzen beitragen.

Merkblatt seit Februar 2024

Wie bereits in der Beantwortung der Kleinen Anfrage «KA 32/23: Künstliche Intelligenz (KI) an Schwyzer Schulen» erwähnt, besteht für die Volksschule seit dem 19. Februar 2024 ein Merkblatt zum Umgang mit künstlicher Intelligenz in der Schule. Dieses wurde durch das Amt für Volksschulen und Sport (AVS) erarbeitet und den Schulen als fachliche Orientierungshilfe zur Verfügung gestellt.

Das Merkblatt enthält Hinweise zur Funktionsweise von KI, zu möglichen Einsatzbereichen, zum Datenschutz sowie zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten. Es hält insbesondere fest, dass keine persönlichen oder sensiblen Daten in KI-Anwendungen eingegeben werden sollten.

Die PHSZ bietet verschiedene freiwillige Weiterbildungsangebote für Lehrpersonen im Bereich GMLS an, die stark nachgefragt werden. Neben einem Holkurs, den Schulen für ihr Team vor Ort Sie steht darüber hinaus in engem Austausch mit den Pädagogischen ICT-Integratoren (PICTS) der Schulen und plant ab Herbst 2026 ein Vertiefungsangebot für diese.

Prüfungsformen bleiben vorerst

Der Regierungsrat ist der Auffassung, dass der Einsatz von KI so zu gestalten ist, dass er die Lernprozesse der Schüler unterstützt, ohne die eigenständige Auseinandersetzung mit den Lerninhalten zu ersetzen. Grundlegende Kompetenzen sind weiterhin systematisch aufzubauen, anzuwenden und zu festigen.

Der Kanton Schwyz verfügt mit der Bildungsstrategie 2032 sowie der Strategie «Digitaler Wandel im Bildungsraum Kanton Schwyz» bereits über strategische Grundlagen, welche die Weiterentwicklung des Bildungswesens im digitalen Wandel thematisieren. KI ist als Teil dieser digitalen Transformation zu verstehen und wird im Rahmen der bestehenden strategischen Arbeiten mitgedacht.

Der Regierungsrat erachtet es als zweckmässig, den Umgang mit KI nicht isoliert, sondern eingebettet in die bestehenden Zielsetzungen zur Qualitätssicherung zu behandeln. Dadurch kann das Thema dort berücksichtigt werden, wo es für Schulbetrieb und Schulentwicklung konkret relevant ist.

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