Im Kanton Schwyz sollen Hinterbliebene die Möglichkeit erhalten, die Asche von Verstorbenen im Wald zu verstreuen. Ein Friedhofsgärtner von Schwyz will deswegen einen Waldfriedhof realisieren, wie er am Donnerstag mitteilte.
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Ein Kreuz auf einem Grab (Symbolbild). - dpa

Gemäss der Mitteilung ist es im Kanton Schwyz nicht erlaubt, die Asche von Verstorbenen in der Natur zu verstreuen. Gemäss den Erfahrungen von Gärtner Matthias Müller gibt es aber eine steigende Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen. Mit dem Waldfriedhof solle die Lücke geschlossen werden, teilte er mit.

Für den Waldfriedhof soll im Chilenwald eine 15'000 Quadratmeter grosse Fläche ausgeschieden werden. Das Waldstück gehört der Pfarrkirchenstiftung der römisch-katholischen Pfarrgemeinde St. Martin, wie es in der Mitteilung hiess. Die Baueingabe wird am Freitag publiziert, eröffnet werden soll der Friedhof im Sommer 2022.

Vorgesehen ist, dass die Angehörigen die Asche selbst verstreuen. Urnen dürfen keine vergraben werden. Grabsteine oder Inschriften an Bäumen, Kerzen oder Statuen sind nicht zugelassen. Einzig ein faustgrosser Naturstein mit Namensgravur darf im Wald platziert werden.

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