Es waren drei lange Monate, seit der Natur- und Tierpark Goldau am 14. März schliessen musste. Zudem herrschte viel Unklarheit, ob es im Juni weitergeht.
Der Natur- und Tierpark Goldau
Der Natur- und Tierpark Goldau. - Der Natur- und Tierpark Goldau

Beim Tierpark-Team herrscht grosse Freude, denn in rund einer Woche darf man wieder Besucherinnen und Besucher im Park begrüssen. Fast drei Monate waren die Türen geschlossen – sowohl für die Mitarbeitenden wie auch für die Tiere war der leere Natur- und Tierpark äusserst ungewohnt.

Auch für die «Wiederöffnung» wird es die eine oder andere Neuerung und Anpassung geben, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Vorgaben des Bundes einzuhalten. Bereits am 12. Mai wurde das Branchenkonzept von zooschweiz und WZS (Wildparks und Zoos der Schweiz) verabschiedet und die Leitung des Tierparks hat dieses auf die Begebenheiten in Goldau angepasst und die nötigen Massnahmen eingeleitet.

So werden beispielsweise bis auf Weiteres keine kommentierten Tierfütterungen oder Kurzinformationen durchgeführt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Denn auch im Tierpark gelten die allgemeinen Abstandsregeln.

Wo diese schwer eingehalten werden können, gibt es spezielle Massnahmen: Die Ausstellungen zum Bartgeier und zu der Honigbiene bleiben geschlossen und der Tierpark-Turm kann im Einbahn-System erklommen werden. Die Tierpark-Restaurants arbeiten nach dem Branchenkonzept der GastroSuisse, der Tierpark-Shop nach dem Konzept der Swiss Retail Federation.

Besucherlimit pro Tag

Eine wichtige Vorgabe ist, dass pro Person 10 Quadratmeter benötigt werden. Dies bedeutet auch für den Tierpark mit seinen 42 Hektaren, dass die Besucherzahl limitiert wird.

Rund 30'000 m2 sind für die Besucherinnen und Besucher zugänglich, somit liegt die Grenze bei 3'000 Personen, die sich gleichzeitig im Park aufhalten dürfen. Diese Zahl wurde in den vergangenen Jahren als Tagestotal lediglich vereinzelt und an schönen Sonn- und Feiertagen im Frühling und Herbst überschritten.

Aus diesem Grund wird auf ein digitales Reservationssystem verzichtet. An Tagen, an denen mit vielen Gästen gerechnet wird, werden die Personen gezählt, die den Park verlassen. Denn aus Erfahrung starten die ersten Heimreisen aus dem Park kurz nach dem Mittag.

Sehr erfreulich ist, dass Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen erlaubt sein werden. Dies bedeutet, dass auch im Natur- und Tierpark Goldau wieder Veranstaltungen, Bankette, Seminare und Führungen gebucht und durchgeführt werden dürfen.

Nadelöhr Eingang: Mithilfe der Tierpark-Gäste

Auch ohne Corona-Massnahmen ist der Eingang das Nadelöhr des Natur- und Tierparks Goldau. Um dieses abzuschwächen, werden einerseits alle Prospekte entfernt, damit die Verweildauer im Kassenhäuschen minimiert wird. Zusätzlich werden die Toiletten im Gebäude geschlossen, da diese den Besucherfluss zum Stocken bringen. Die Gäste werden gebeten, die Toiletten beim naheliegenden Bergsturz-Kafi zu benutzen.

Weiter möchte der Tierpark seine Gäste sensibilisieren, denn 80 % aller Besucherinnen und Besucher kommen zwischen 10.00 und 12.00 Uhr, was zu dieser Zeit zu einem enormen Peak führt. Man ist froh um alle Gäste, die zum Beispiel auf eine Früh-Runde oder eine Nachmittags-Runde kommen, um die Schlangen zu verkürzen und allfällige Wartezeiten zu minimieren. Ganz nach dem Motto «Flatten the Peak» beim Eingang.

Ansonsten gilt es, die Situation zu beobachten und wo nötig Anpassungen zu machen. Alle Massnahmen werden auf www.tierpark.ch/coronavirus-uebersicht publiziert und die Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich vor ihrer Reise nach Goldau über die Situation im Tierpark zu informieren.

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