Neue Versorgungsregion: March-Gemeinden bündeln Kräfte
Die Gemeinde Schübelbach und weitere March-Gemeinden koordinieren den wachsenden Pflegebedarf gemeinsam und starten die «Versorgungsregion March».

Wie die Gemeinde Schübelbach informiert, wollen die Gemeinden des Bezirks March die Altersversorgung künftig regional koordinieren. Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung haben sie den Grundstein für die «Versorgungsregion March» gelegt.
Ziel ist es, den wachsenden Pflege- und Betreuungsbedarf im Bezirk March frühzeitig, koordiniert und kostenbewusst anzugehen.
In der March werden Nägel mit Köpfen gemacht: Die Gemeindepräsidenten der Gemeinden Altendorf, Lachen, Tuggen, Wangen, Reichenburg, Vorderthal, Innerthal, Galgenen und Schübelbach stehen zusammen, um eine «Versorgungsregion March» ins Leben zu rufen.
Deutlich steigender Bedarf
Die demografische Entwicklung führt in den kommenden Jahren zu einem markanten Anstieg der hochbetagten Bevölkerung in der March. Bereits heute sind die Alters- und Pflegeheime weitgehend ausgelastet.
Ohne neue Lösungsansätze müssten bis 2040 bis zu 446 zusätzliche Plätze geschaffen werden – verbunden mit erheblichen Investitions- und Folgekosten. Gemäss des neusten OBSAN-Berichts 09/2025 «Bedarf an Alters- und Langzeitpflege in der Schweiz – Aktualisierung der Bedarfsprognosen bis 2040 mit Blick bis 2050» wird der Anstieg und Bedarf nicht nur bis ins Jahr 2050, sondern mindestens bis 2070 anhalten.
Gleichzeitig zeigt sich, dass ein Teil der heutigen Heimbewohnenden mit geringem Pflegebedarf bei geeigneter Unterstützung weiterhin zu Hause oder in alternativen Wohnformen leben könnten. Viele ältere Menschen wünschen sich genau diese Selbstständigkeit, wie aktuell auch eine Umfrage der Gemeinde Schübelbach zeigt.
Regionale Koordination statt «Gärtlidenken»
Vor diesem Grund fand am 11. November 2025 eine von der Gesundheitsregion March organisierte Fachveranstaltung mit Gemeindevertretungen statt. Man war sich einig, dass eine regionale Versorgungsstruktur weiterverfolgt werden soll.
Die neun Gemeinderatspräsidenten der March sind überzeugt: Der wachsende Bedarf lässt sich wirtschaftlicher und zielgerichteter bewältigen, wenn Planung, Koordination und Umsetzung gemeinsam erfolgen.
Dazu soll in einem ersten Schritt eine Projektgruppe eingesetzt werden, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der neun Gemeinden zusammensetzt und von der Geschäftsstelle der Gesundheitsregion March administrativ koordiniert wird.
Regionale Planung mit Bürgerbeteiligung
Für die Planung, Umsetzung und Kommunikation soll ausserdem eine externe Fachbegleitung zugezogen werden. Ziel dieser Projektgruppe ist die Erarbeitung eines konkreten Umsetzungsprojekts, wobei die Angebote im ambulanten, intermediären und stationären Bereich optimal aufeinander abgestimmt werden sollen.
Auch die Bürgerinnen und Bürger der March-Gemeinden werden miteinbezogen: Informationsveranstaltungen und Workshops sollen Diskussionen anregen und die Bedürfnisse der Märchlerinnen und Märchler abholen.
Fünf Franken pro Einwohnerin und Einwohner
Die Märchler Gemeinden haben sich gemeinsam dazu bereit erklärt, den Projektstart mit einem einmaligen Beitrag von fünf Franken pro Einwohnerin oder Einwohner, also insgesamt rund 230’000 Franken, zu unterstützen. Das letzte Wort aber hat das Volk, welches an der Urne entscheidet, ob es der Schaffung einer Versorgungsregion March zustimmt.
Mit der Fusion der Spitex Obermarch und der Spitex Untermarch Ende 2024 ist bereits ein erster wichtiger Schritt zur Stärkung der ambulanten Versorgung in der March erfolgt. Wer die Altersversorgung langfristig sichern und finanzierbar halten will, muss heute gemeinsam planen.










