Jahresabschluss 2025 zeigt stabile Finanzlage
Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Wollerau schliesst mit 2,57 Millionen Franken Überschuss ab. Die Gemeinde bleibt schuldenfrei und zeigt solide Finanzen.

Wie die Gemeinde Wollerau mitteilt, schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem Überschuss von rund 2,57 Millionen Franken ab. Dieses Ergebnis ist besonders positiv zu werten, zumal die Gemeindeversammlung im Dezember 2025 ausserordentlichen Abschreibungen von 7 Millionen Franken zugestimmt hat.
Ebenfalls wurde per 1. Januar 2025 eine Steuersenkung für natürliche Personen umgesetzt. Die Gemeinde ist schuldenfrei und verfügt damit auch weiterhin über eine sehr solide finanzielle Basis.
Die Erfolgsrechnung 2025 weist einen Ertragsüberschuss von 2'567'196 Franken aus. Budgetiert war ein Überschuss von 3'294'549 Franken. Ohne die ausserordentlichen Abschreibungen von 7 Millionen Franken läge das Ergebnis deutlich über dem Voranschlag.
Steuererträge über Budget
Die Steuersenkung für natürliche Personen per 1. Januar 2025 zeigte die erwartete Wirkung. Die ordentlichen Steuererträge aus dem laufenden Jahr lagen mit 28,85 Millionen Franken leicht unter den veranschlagten 29,25 Millionen Franken und bestätigen die Annahmen im Voranschlag.
Die Steuererträge übertreffen den Voranschlag um 5,19 Millionen Franken und belaufen sich auf 43,50 Millionen Franken. Ursache dafür sind einzelne ausserordentliche Veranlagungsfälle aus Vorjahren, insbesondere bei den natürlichen Personen.
Hier wurde mit 12,11 Millionen Franken ein Ergebnis erzielt, das deutlich über dem budgetierten Wert liegt.
Sach- und Personalaufwand tiefer
Der Sachaufwand schliesst rund 0,75 Millionen Franken (–9,3 Prozent) unter dem Voranschlag ab. Auch beim Personalaufwand ergibt sich eine Unterschreitung gegenüber dem Voranschlag von rund 0,27 Millionen Franken (–2,4 Prozent).
Beide Abweichungen sind Ausdruck einer konsequenten Ausgabendisziplin und bestätigen die umsichtige Mittelverwendung durch die Gemeindeverwaltung. Der Gemeinderat wird zusammen mit der Verwaltung weiterhin an der Budgetdisziplin und Planungsgenauigkeit arbeiten.
Hohe Investitionen in die Zukunft
Für das Jahr 2025 waren Investitionen in der Höhe von 30,73 Millionen Franken geplant. Effektiv umgesetzt wurden 19,02 Millionen Franken, was einer Realisierungsquote von 62 Prozent entspricht.
Die Differenz zum Voranschlag ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass der Erwerb und die Sanierung Rathaus I an der Roosstrasse 3 nicht wie vorgesehen realisiert werden konnten.
Indes schreitet der Bau des neuen Dorf- und Bildungszentrums (DBZW) weiter voran. Die Kosten bewegen sich innerhalb des teuerungsindexierten Kostendachs.
Gesunde Bilanz
Die Gemeinde Wollerau ist auch per 31. Dezember 2025 frei von Krediten und Darlehen von Banken. Die vom Gemeinderat vorgegebenen finanzpolitischen Ziele sind eingehalten und die per 31. Dezember 2025 vorhandenen flüssigen Mittel bilden eine gute Basis, um die anstehenden Investitionen der nächsten Jahre umsetzen zu können.
Damit ist Wollerau ohne Zweifel in einer privilegierten Situation und verfügt weiterhin über einen sehr gesunden Finanzhaushalt.
Gemeindeversammlung, Rechnungsabnahme und Sachgeschäft
Weitere Informationen zur Jahresrechnung 2025 werden den Stimmberechtigten in der kommenden Woche zusammen mit der Einladung zur Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 1. April 2026, 19.30 Uhr im Erlenmoos Saal zugestellt.
Säckelmeister Guido Rusch wird den Stimmberechtigten die wesentlichen Entwicklungen zum Finanzhaushalt der Gemeinde darlegen.
Den Stimmberechtigten ebenfalls zur Abnahme vorgelegt wird die seit langem pendente Abrechnung zur Erweiterung und Optimierung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Höfe (Sachgeschäft aus dem Jahr 2008). Nach Abschluss eines langwierigen Gerichtsverfahrens schliesst das Projekt für die Gemeinde Wollerau mit Minderkosten von rund 43'500 Franken ab.
Familienergänzende Betreuung wird ausgebaut
Wie bereits kommuniziert, beabsichtigt die Gemeinde Wollerau innerhalb der Gemeindeverwaltung ein familienergänzendes Betreuungsangebot aufzubauen und die Aktivitäten wie auch das Betreuungsangebot des Vereins Hort PLUS+ weiterzuführen und weiterzuentwickeln.
Die Neuausrichtung soll per 1. Januar 2027 in Kraft treten. Der Gemeinderat wird das Sachgeschäft an der Gemeindeversammlung näher vorstellen und aufzeigen, wie ein familienergänzendes Betreuungsangebot künftig sichergestellt werden soll.






