Gastbeitrag: Marlene Müller zur Begrenzungsinitiative

    Marlene Müller
    Marlene Müller

    March-Höfe,

    Am 27. September stimmt die Schweiz über fünf nationale Vorlagen ab. FDP Schwyz-Präsidentin Marlene Müller nimmt zur Begrenzungsinitiative Stellung.

    Begrenzungsinitiative Müller
    FDP Schwyz-Präsidentin Marlene Müller spricht sich gegen die Begrenzungsinitiative aus. - Keystone

    Mehr als die Hälfte des Schweizer Aussenhandels läuft heute über die EU, geregelte Beziehungen sind unverzichtbar. Die Begrenzungsinitiative verlangt Neuverhandlungen über die Personenfreizügigkeit, die Schweiz soll die Zuwanderung komplett selber bestimmen können. Wenn nach 12 Monaten kein Ergebnis vorliegt soll die Personenfreizügigkeit gekündigt werden. Damit gefährden wir alle Bilateralen Verträge, da diese direkt zusammenhängen.

    Diese Initiative ist wieder einmal eine Abstimmung, die für die Wirtschaft unberechenbar ist. Sollte das Stimmvolk am 27. September die Initiative annehmen, vergehen Monate oder gar Jahre wo die Wirtschaft nicht weiss, wie es mit ihrem wichtigsten Handelspartner, der EU, weitergeht.

    Für Unternehmen ist der bilaterale Weg zentral für den Erfolg und damit die Schaffung und den Erhalt vieler Arbeitsplätze. Der Wegfall der Bilateralen erschwert auch die Rekrutierung von hochqualifizierten Fachkräften aus Europa. Heute könnte man sich das gesamte Gesundheitswesen nicht mehr vorstellen ohne ausländisches Fachpersonal, sei es in der Pflege, Betreuung oder auch in der Medizin.

    Umfrage Begrenzungsinitiative
    SVP-Plakate zur Begrenzungsinitiative hängen vor einer Pressekonferenz im Medienzentrum, am Dienstag,11. August 2020, in Bern. - Keystone

    Die Schweiz ist ein international führendes Bildungs- und Forschungsland. Wir sind stolz auf unsere Hochschulen, unsere Nobelpreisträger und unsere hervorragenden Produkte. Das alles funktioniert nur mit einer starken internationalen Vernetzung.

    Voraussetzung dafür sind die europäischen Forschungsprogramme. Daran teilnehmen können auch viele innovative KMUs. Sollten die Bilateralen Verträge aufs Spiel gesetzt werden verliert die Schweiz das Forschungsabkommen mit der EU und damit auch den Zugang zu diesen milliardenschweren Programmen.

    Begrenzungsinitiative
    Ein Abstimmungsplakat zur Begrenzungsinitiative hängt bei einer Wiese, am Donnerstag, 27. August 2020, in Rubigen. - Keystone

    Gerade in der aktuellen Zeit ist die weltpolitische Lage unsicherer geworden. Die wirtschaftlichen Grossmächte schotten sich zunehmend gegen aussen ab, um sich im Innern zu stärken. Sie alle haben grosse Absatzmärkte innerhalb der eigenen Grenzen.

    Nicht so die Schweiz: Wir leben grossteils vom Aussenhandel. In global derart unsicheren Zeiten sind stabile Beziehungen zum wichtigsten Absatzmarkt sehr wichtig. Das dürfen wir nicht auf Spiel setzen. Die Begrenzungsinitiative ist unberechenbar für die Wirtschaft.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Elisabeth Blunschy
    Frauennetz Schwyz
    Stefan Kälin
    2 Interaktionen
    Bezirk Einsiedeln
    Frühlingsmarkt Einsiedeln
    Frühlingsmarkt

    MEHR FDP

    1 Interaktionen
    Ausserrhoden
    FDP
    59 Interaktionen
    «Inakzeptabel»
    1 Interaktionen
    Chur/Bern
    Raphael Frei, Fraktionspräsident der FDP im Kantonsrat St. Gallen.
    3 Interaktionen
    «Handlungsbedarf»

    MEHR AUS SCHWYZ

    Einsiedeln SZ
    15 Interaktionen
    In Einsiedeln SZ
    Siebnen SZ
    Siebnen SZ
    Unfall Einsiedeln
    37 Interaktionen
    Einsiedeln SZ
    Einsiedeln SZ
    2 Interaktionen
    Einsiedeln SZ