Stadt plant neues Kinderheim im «Generalengut»
Die Stadt will das Kinder- und Jugendheim in das Generalengut verlegen, die Platzzahl verdoppeln und dafür Kauf und Umbau von 6,39 Millionen Franken beantragen.

Wie die Stadt Schaffhausen schreibt, ist das bestehende Kinder- und Jugendheim ist seit über 20 Jahren in einem Gebäude des Alterszentrums am Kirchhofplatz provisorisch untergebracht. Der Standort erfüllt weder die heutigen gesetzlichen Anforderungen noch die pädagogischen Bedürfnisse. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Heimplätzen seit Jahren sehr hoch und dürfte weiter steigen, was eine Erweiterung dringend erforderlich macht.
Nach Prüfung verschiedener Standorte erweist sich das «Generalengut» als optimal geeignet. Die Stadt kann die Liegenschaft vom reformierten Kirchgemeindeverband käuflich erwerben. Das Gebäude bietet mit einem Ausbau des Dachgeschosses genügend Platz für das geforderte Raumprogramm.
Auch der Aussenraum sowie die zentrale Lage sind vorteilhaft. Die gute Anbindung ermöglicht den Kindern und Jugendlichen, ihre gewohnte Schule und Freizeitaktivitäten weiterhin selbstständig zu erreichen, was Stabilität im Alltag gewährleistet.
Der Stadtrat beantragt dem Grossen Stadtrat in seiner Vorlage den Erwerb des ehemaligen Pfarrhauses «Generalengut» an der Stokarbergstrasse für 2,405 Millionen Franken sowie einen Investitionskredit von 3,985 Millionen Franken für dessen Umbau zu einem modernen Kinder- und Jugendheim.
Neues Kinderheim soll Platz für 14 Kinder bieten
Im Rahmen der Umnutzung ist eine Erhöhung der Kapazität von bisher sieben auf bis zu 14 Plätze vorgesehen. Zudem wird das Angebot erweitert, unter anderem für ältere Kinder sowie für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Das Projekt umfasst eine umfassende Sanierung und einen bedarfsgerechten Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes.
Geplant sind unter anderem elf Einzelzimmer und zwei barrierefreie Geschwisterzimmer, Gemeinschafts- und Therapieräume sowie ein kindergerecht gestalteter Aussenraum. Ziel ist eine zeitgemässe, sichere und fördernde Umgebung.
Kinderheim erhält Beiträge von Bund und Kanton
Parallel zum Umzug wird das Betriebskonzept weiterentwickelt: Eine Vollkostenrechnung erlaubt künftig, Betreuungsplätze kostendeckend zu verrechnen. Dies ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen aus anderen Gemeinden und Kantonen wichtig.
Dank der angestrebten Anerkennung gemäss der Interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen (IVSE) sowie durch das Bundesamt für Justiz dürfen künftig Beiträge von Bund und Kanton erwartet werden.
Mit dem Kauf, der Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Pfarrhauses «Generalengut» an der Stokarbergstrasse erhält das Kinder- und Jugendheim ein passendes und geeignetes Zuhause.
Gleichzeitig mit dem Umzug wird das Kinder- und Jugendheim neu ausgerichtet, die Platzzahl bedarfsgerecht erhöht und die Finanzierung dank Beiträgen von Bund und Kanton langfristig gestärkt. Schliesslich ist die Freispielung der bisherigen Räumlichkeiten eine der Voraussetzungen für die geplante Entwicklung des Kirchhofareals.










