Kadetten Schaffhausen

    Siegesserie der Kadetten Schaffhausen reisst bei Wacker Thun

    Nau.ch Lokal
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    Schaffhauserland,

    Die Kadetten Schaffhausen verlieren nach 23 nationalen Erfolgen erstmals wieder und unterliegen bei Wacker Thun mit 31:34 nach einem harten Schlagabtausch.

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    Die Kadetten Schaffhausen sind ein Schweizer Handballverein. Ihre Heimspiele tragen die Kadetten in der BBC Arena aus. - Andre Frensel/ Grafik Nau.ch

    Wie die Kadetten Schaffhausen mitteilen, gelangen der Mannschaft 19 Erfolge in Serie in der laufenden Saison, plus der Cup-Sieg.

    Nach 23 siegreichen Partien auf nationaler Ebene in dieser Spielzeit riss die eindrucksvolle Serie bei Wacker Thun. Die 31:34-Niederlage bedeutet zugleich die erste Niederlage auf nationalem Parkett seit April 2025.

    Fürst und Gadza überragen

    Das Gesetz der Serie besagt, dass jede – und sei sie noch so eindrucksvoll und von langer Beständigkeit – irgendwann zu ihrem Ende kommt. Für den Schweizer Meister und Cupsieger ging die rekordverdächtige Siegesserie im Berner Oberland zu Ende. Dort, wo schon oft besondere Geschichten geschrieben wurden und die Orangen manche bittere Niederlage einstecken mussten.

    Auch dieses Mal zeigte sich Wacker Thun als der erwartet kampfstarke, aggressive Gegner, der vor stimmungsvoller Kulisse alles in die Waagschale warf. Bereits die ersten fünf Minuten und das von der Anzeigetafel leuchtende 5:1 waren ein klarer Fingerzeig, was die Kadetten erwarten wird. In bis in die Haarspitzen motivierterer Gegner, der bereit war zu kämpfen, zu kratzten und zu beissen.

    Dazu kam ein überragend aufgelegter Spielmacher Ante Gadza. Dem Dreh- und Angelpunkt des Spiels der Gastgeber gelang an diesem Tag so gut wie alles. Allein elf Treffer bei zwölf Versuchen in der ersten Halbzeit.

    Zweiter herausragender Baustein eines starken Kollektivs war hinter der zupackenden Deckung der eingewechselte Silvan Fürst im Tor. Sieben Paraden bei elf Würfen in den ersten 30 Minuten bedeuteten eine Abwehrquote von sagenhaften 70 Prozent.

    Zu viele Fehler kosten Kadetten die Kontrolle

    «Unser Problem waren unsere technischen Fehler und vergebenen Chancen», bemängelte Hrvoje Horvat, der auf Josip Peric und Marvin Lier verzichten musste. «Da haben wir zu viele leichte Fehler und Geschenke nach Thun gebracht», ärgerte er sich.

    Allzu viele klare Torchancen landeten in den Fängen von Fürst oder am Aluminium – oder gingen am Tor vorbei. Wie etwa mehrfach bei leerem Tor von Wacker Thun, das sich immer wieder im Sieben-gegen-Sechs versuchte. Positiv bemerkbar machte sich die Hereinnahme von Torwart Leon Bergmann, der mit insgesamt 14 Paraden auch noch an Fürst vorbeizog.

    Drei verhängnisvolle Minuten

    Mit neuem Personal – Patrik Martinovic und Odinn Thor Rikhardsson kamen nach der Pause auf das Spielfeld – entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zunächst schien der intensive Schlagabtausch mit Anbruch der letzten Viertelstunde in Richtung der Orangen zu kippen. Einen Drei-Tore-Rückstand egalisierte zunächst Juan Castro Alvarez, ehe Patrik Martinovic nach 48 Minuten die Munotstädter 25:24 in Front warf.

    Lukas Saueressig, der weitere Stabilität in die Deckung brachte, setzte vom linken Flügel den nächsten Führungstreffer ins Netz. Danach lief alles für Wacker Thun. Die Kadetten trafen die Latte, Jonathan Buck wurde immer stärker und tankte sich zweimal durch, ein weiterer Alu-Treffer der Kadetten wurde zur direkten Vorlage für Juro Cakaric, der den Gegenstoss zum 28:26 verwertete.

    Danach erhöhte Gadza vom Siebenmeterstrich. Drei verhängnisvolle Minuten, in denen Thun mit einem 4:0-Lauf aus einem Rückstand eine Drei-Tore-Führung bei noch sechseinhalb Minuten auf der Uhr machte. Zu viel an einem Abend, an dem nicht viel aus Kadetten-Sicht zusammenlief. «Das ist eine gute Warnung für uns», sagt Horvat. «Jetzt müssen wir uns nach der Pause wieder zusammenreissen und zu alter Form und Konzentration kommen.»

    In hoher Taktzahl geht es weiter. Am Mittwoch, 11. Februar 2026, kommt es um 19.15 Uhr zum Spitzenspiel beim Tabellendritten HC Kriens-Luzern. Am Samstag, 14. Februar 2026, folgt um 18 Uhr ein Heimspiel in der BBC Arena gegen GC Amicitia Zürich.

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