Wie die Gemeinde Schaffhausen informiert, wurde das Projekt CELASTRINA der Metron Bern AG zum Sieger für die Neugestaltung des Kammgarnhofs gekürt.
Aussicht über Schaffhausen: Weinreben beim Munot.
Aussicht über Schaffhausen: Weinreben beim Munot. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Die Stadt Schaffhausen hat im März 2021 einen Projektwettbewerb für die Neugestaltung des Kammgarnhofs in einen attraktiven und multifunktionalen Veranstaltungsort sowie für die Projektierung der eingeschossigen Parkgarage unterhalb des Hofs ausgeschrieben. Insgesamt 20 Teams reichten fristgerecht einen Projektvorschlag ein.

Das Siegerprojekt trägt den Namen CELASTRINA und wurde unter der Federführung von Metron Bern AG verfasst. Das Siegerprojekt sowie weitere eingereichte Projekte werden vom 1. bis 13. November 2021 im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung im Kammgarn Westflügel gezeigt.

Das Kammgarnareal ist ein Schlüsselareal für die Entwicklung der südlichen Altstadt. Neben der zukünftigen Nutzung des Kammgarn-Westflügels wird der Kammgarnhof eine bedeutende Rolle im Rahmen der Aufwertung des Areals spielen.

20 Projektvorschläge eingereicht

Für die Neugestaltung des Kammgarnhofs in einen attraktiven und multifunktionalen Veranstaltungsort sowie für die Projektierung der eingeschossigen Parkgarage unterhalb des Hofs hat die Stadt Schaffhausen im März 2021 einen Projektwettbewerb ausgeschrieben. Insgesamt 20 Teams reichten fristgerecht ihre Projektvorschläge ein, die vom Beurteilungsgremium bewertet wurden.

Das Gremium setzte sich aus den folgenden neun Fach- und Sachpreisrichtern zusammen: Katrin Jaggi, Planung I Städtebau I Architektur, Zürich; Christian Zimmermann, Professor Architektur HSLU, Luzern; Lorenz Eugster, Landschaftsarchitekt Zürich; Karin Brand, Leiterin Hochbauamt; Marcel Angele, Leiter Stadtplanung; Peter Neukomm, Stadtpräsident; Katrin Bernath, Baureferentin; Florian Brack, Leiter Grün Schaffhausen; Christopher Grainger, CEO IWC Schaffhausen. Das Gremium beurteilte die eingereichten Projektvorschläge unter anderem danach, wie gut sie sich in die Gestaltung und Erschliessung in die südliche Altstadt und an das Rheinufer einfügen.

Die Beurteilungsrunden

Weiter wurden die Aufenthaltsqualität, die Flexibilität für die Nutzung des Kammgarnhofs, ökologische Aspekte und die Wirtschaftlichkeit beurteilt. Diese übergeordneten Ziele sowie die vielfältigen Anforderungen und Rahmenbedingungen wurden im Wettbewerbsprogramm detailliert festgehalten.

In der ersten Beurteilungsrunde wurden die Einschätzungen des Beurteilungsgremiums zu den einzelnen Projekten eingehend diskutiert. Sieben Projekte wurden in einem zweiten Wertungsdurchgang insbesondere hinsichtlich ihrer Nutzungsqualität, der Nachhaltigkeit und der Wirtschaftlichkeit sowie des architektonischen Ausdrucks überprüft.

Vier verbliebene Projekte bildeten die engere Wahl. Aufgrund einer umfassenden Beurteilung entschied das Preisgericht einstimmig, das von der Metron Bern AG zusammen mit weiteren Projektverfassenden aus den Fachrichtungen Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen und Architektur verfasste Projekt CELASTRINA für die Weiterbearbeitung zu empfehlen.

Bindeglied zwischen der Altstadt und dem Rhein

Die Projektverfassenden interpretieren im Projekt CELASTRINA den Kammgarnhof als Bindeglied zwischen der Altstadt und dem Gewässerraum des Rheins. Eine neu geschaffene, öffentliche Halle soll die Klosterstrasse mit dem Kammgarnhof verbinden.

Mit wenigen baulichen Eingriffen wird der Kammgarnhof strukturiert: Zum einen mit der Idee, den Kastanienbaum in mittelalterlicher Tradition hervorzuheben, indem der Baumstamm durch eine Bühne gerahmt wird. Zum anderen säumt ein zweigeschossiger Pavillon den Hof entlang der Rheinuferstrasse.

Beitrag zum angenehmen Mikroklima

Der Holzpavillon als Hofabschluss dient verschiedenen Nutzungen und ist gleichzeitig Aussichtsplattform, Tribüne und Bühne. Er fasst die Tiefgarageneinfahrt, deren Neigung in der Decke zu Sitzstufen genutzt werden und deren Dach als Treffpunkt mit Weitsicht dient.

Bei der Gestaltung des Hofes tragen die Materialwahl und die Bepflanzung zur Artenvielfalt und einem angenehmen Mikroklima bei. Wichtige Grundlage dieser Massnahmen bildet die Tatsache, dass die Tiefgarage sich in Form und Positionierung den oberirdischen Erfordernissen und Bedürfnissen anpasst, damit weitere Bäume gepflanzt werden können.

Ein Brunnen mit Wasserspiel ergänzt das Angebot und nimmt eine Idee auf, die bereits im öffentlichen Mitwirkungsprozess zur Entwicklung des Kammgarnareals eingebracht wurde.

Die Ausstellung

Damit sich die Schaffhauser selbst ein Bild über die eingereichten Projekte und das Siegerprojekt machen können, werden diese in einer Ausstellung vom 1. bis 13. November 2021 im zweiten Stock der Kammgarn West mit folgenden Öffnungszeiten gezeigt: Montag, Dienstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr, Mittwoch von 12 bis 14 Uhr und Samstag von 11 bis 15 Uhr.

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