Wie die Gemeinde Schaffhausen mitteilt, stammt das Siegerprojekt «Kunst am Bau» von Yves Netzhammer. Die Projekte sind vom 1. bis 13. November 2021 ausgestellt.
Aussicht auf den Munot in Schaffhausen.
Aussicht auf den Munot in Schaffhausen. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Für die künstlerische Gestaltung der Südfassade des Verwaltungsneubaus im Stadthausgeviert hat die Stadt Schaffhausen einen Ideenwettbewerb «Kunst am Bau» veranstaltet. Insgesamt sind 150 Bewerbungen eingegangen.

Das Siegerprojekt stammt von Yves Netzhammer und trägt den Titel «Rauben Tauben Trauben». Das Siegerprojekt sowie weitere eingereichte Projekte werden vom 1. bis 13. November 2021 im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung im Kammgarn Westflügel gezeigt.

Mit einem Ideenwettbewerb hat die Stadt Kunstschaffende eingeladen, Vorschläge für die Gestaltung der Südfassade des Verwaltungsneubaus im Stadthausgeviert zu machen. Dort an der Stadthausgasse wird künftig der Hauptzugang zum neuen zentralen Verwaltungsbau liegen.

150 Bewerbungen

Die Fassade soll einen repräsentativen Charakter erhalten und als verbindendes Element zwischen den beiden historischen Gebäuden «Stadthaus» und «Eckstein» in Erscheinung treten.

Der Wettbewerb wurde im freihändigen Verfahren durchgeführt. Es sind 150 Bewerbungen eingegangen.

Das Beurteilungsgremium wählte in einer ersten Runde sechs Bewerbungen anhand der festgelegten Kriterien aus. Aus diesen sechs in der zweiten Verfahrensstufe detaillierter ausgearbeiteten Beiträgen wählte das Beurteilungsgremium das Siegerprojekt.

Das Beurteilungsgremium

Die eingereichten Arbeiten wurden vom Beurteilungsgremium unter anderem nach der künstlerischen Qualität des Projektbeitrags, insbesondere auch in Bezug auf die Zielsetzungen der Aufgabenstellung sowie in Bezug auf die Machbarkeit, die Nachhaltigkeit und die Gesamtwirkung beurteilt.

Das Beurteilungsgremium setzte sich zusammen aus Peter Neukomm, Stadtpräsident; Dr. Katrin Bernath, Baureferentin; Karin Brand, Stadtbaumeisterin; Lukas Wallimann, Denkmalpflege; Katharina Epprecht, Direktorin Museum zu Allerheiligen; Franz Krähenbühl, Kurator Bern; Cuno Künzler, Kunstverein Schaffhausen; Katharina Bürgin, Künstlerin/Kuratorin Vebikus Kunsthalle; Michael Neuenschwander, Architekt und Thomas Hess, Verfahrensleitung (ohne Stimmrecht).

«Rauben Tauben Trauben»

Das Beurteilungsgremium hat sich intensiv mit den Eingaben auseinandergesetzt und den Beitrag von Yves Netzhammer mit dem Titel «Rauben Tauben Trauben» zur Ausführung empfohlen. Der in Schaffhausen aufgewachsene Künstler Yves Netzhammer setzt mit seinem Projekt die Tradition zur künstlerischen Gestaltung der Fassaden in der Schaffhauser Altstadt fort.

Er nutzt die gerasterte Südfassade des neuen Stadthauses als Rahmen für seine Bildwelt, die von einem Steinbildhauer reliefartig in den Betonplatten festgehalten wird. Die mit einer alles verbindenden schwungvoll gesetzten Linie verknüpften Zeichnungen schöpfen aus Netzhammers zeichnerischen Symbolik und verweisen mit verschiedenen Anklängen auf das Schaffhauser Umfeld und die Stadt Schaffhausen.

Das im Stadium einer Entwurfsskizze vorliegende Bildprogramm, das öffentliche und individuelle Themen verbindet, wird nun vom Künstler weiterentwickelt. Als neckische Rahmung und «über den Hag» reichendes Element wird die aus Einzelbildern gefügte Zeichnung von zwei Wasserspeiern gerahmt, die an die für Schaffhausen typische Erkertradition anknüpfen.

Ausstellung im November 2021

Die Farbgebung der Hauptfassade greift die Rottöne der beiden angrenzenden historischen Bauten «Stadthaus» und «Eckstein» auf. Das Innere der Eingangshalle wird ebenfalls mit Zeichnungen in den einzelnen Feldern gestaltet.

Diese werden anders als die aussenliegenden Felder nicht in einer dreidimensionalen Ausführung erstellt, sondern als Zeichnungen mittels Schablonen auf den Innenputz gemalt.

Schaffhauser haben die Möglichkeit, die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs im Rahmen einer Ausstellung zu sehen. Diese findet vom 1. bis 13. November 2021 im zweiten Stock der Kammgarn West mit folgenden Öffnungszeiten statt: Montag, Dienstag und Freitag: 16 bis 19 Uhr, Mittwoch 12 bis 14 Uhr, Samstag: 11 bis 15 Uhr.

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