Schaffhausen

Schaffhausen fördert Spielen im Quartier

Nau.ch Lokal
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Schaffhauserland,

Schaffhausen setzt sich dafür ein, dass Kinder täglich draussen spielen. Projekte und Quartierbudget stärken Spielräume und werden nun ausgezeichnet.

Aussicht über Schaffhausen mit dem Rhein.
Aussicht über Schaffhausen mit dem Rhein. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Schaffhausen berichtet, verfolgt die Stadt das Ziel, dass Schulkinder täglich draussen spielen und sich bewegen. Hierfür sollen die Kinder genügend freie Zeit haben und die Quartiere kindergerechte Freiräume bieten.

Im Rahmen des Projekts «Schaffhuuse spielt … dusse!» wurden Eltern während vier Jahren (2021 bis 2024) regelmässig für die Bedeutung von Spiel und Bewegung draussen sowie von freier, unstrukturierter Zeit für die gesunde Entwicklung von Kindern sensibilisiert. Es wurde ein Materialset entwickelt, um Quartierstrassen als Spiel- und Bewegungsorte sichtbar und sicherer zu machen.

Gemeinsam mit den Primarschulen wurde die Massnahme «Draussen spielen als Hausaufgabe» durchgeführt und gemeinsame Spielerlebnisse gefördert.

Weiter wurden Wohnsiedlungen unter anderem mit Spielkisten oder einer Bewegungsbaustelle aufgewertet und in einem Quartier ein naturnaher Spielplatz partizipativ umgesetzt. Gemäss Elternumfrage spielen knapp 50 Prozent der Schulkinder aufgrund der Projektmassnahmen häufiger als bisher draussen.

Quartierbudget für Spielräume

Seit Projektabschluss von «Schaffhuuse spielt … dusse!» können Eltern und Kinder über das «Quartierbudget» weiterhin die Initiative ergreifen für die Aufwertung von Quartieren als Spiel- und Bewegungsorte. Hierfür können Ideen eingebracht werden, die von der Stabsstelle Quartierentwicklung mit einem Betrag von bis zu 10'000 Franken finanziert und nach dem Motto «Gemeinsam Quartier machen» möglichst partizipativ umgesetzt werden.

Die Massnahme «Draussen spielen als Hausaufgabe» konnte in der Jahresplanung der Primarschulen verankert werden und findet weiterhin zweimal jährlich statt. Im Rahmen des Aktionsplans für eine kinderfreundliche Gemeinde (UNICEF-Label, Umsetzung 2025 bis 2028) wurde zudem die Massnahme «Quartier aufmöbeln für Kinder und Jugendliche» definiert.

Auszeichnung für kinderfreundliche Stadt

Dieses Engagement für kinderfreundliche Quartiere und das gesunde Aufwachsen von Kindern wurde nun mit dem Preis «Gesunde Stadt» gewürdigt. Die Übergabe der Auszeichnung erfolgte in Bern vor Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Schweizer Kommunen.

Der Preis «Gesunde Stadt» wird von wichtigen nationalen Akteuren getragen. Dazu gehören das Bundesamt für Gesundheit (BAG), die Schweizerische Gesundheitsstiftung Radix, der Schweizerische Städteverband und der Schweizerische Gemeindeverband.

Der Preis, der alle drei Jahre vergeben wird, zeichnet Konzepte aus, die vorbildlich und beispielhaft für die kommunale Prävention sind. Mit dem Konzept «Quartierbegehungen für altersfreundliche Quartiere» konnte die Stadt den Preis bereits 2017 nach Schaffhausen holen.

Es ist geplant, dass das Preisgeld für eine Kinderstadtkarte eingesetzt wird, die zum Spielen und Bewegen einladen soll. «Der Preis ist eine grosse Anerkennung. Wir freuen uns riesig, dass unser Engagement für die Kinder unserer Stadt schweizweit gesehen und gewürdigt wird», sagte Stadträtin Christine Thommen im Rahmen der Preisübergabe in Bern.

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