Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfungen stagniert auch im Kanton Schaffhausen, während die Intensivstation im Kantonsspital fast voll belegt ist. Der Kanton will nun einzelne Bevölkerungsgruppen mit besonders tiefer Impfquote gezielt ansprechen.
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Eine Person wird gegen das Coronavirus geimpft. Alain Berset will eine Impfoffensive starten. - dpa

Fünf von sechs Plätzen auf der Intensivstation des Kantonsspitals waren am Dienstag belegt, wie Markus Schneeman, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, an einem Medienanlass sagte. Davon seien vier Fälle Covid-19-Patienten, die beatmet werden müssten.

«Alle Patienten mit schweren Verlauf sind ungeimpft», sagte er weiter. Das Kantonsspital habe bereits eine Bettenstation schliessen müssen, um die Situation personell stemmen zu können. Ein Ausbau der Kapazität auf der Intensivstation sei nicht möglich.

Der Kanton Schaffhausen ruft deshalb die Bevölkerung dazu auf, sich impfen zu lassen, um eine drohende Überlastung der Spitäler zu verhindern.

Rund 58 Prozent der Schaffhauser Bevölkerung haben mittlerweile mindestens eine erste Impfung gegen Covid-19 verabreicht bekommen. Wie in anderen Kantonen ist Zahl der täglich verabreichten Impfungen zuletzt aber stark gesunken.

Der Kanton will deshalb nun gezielt einzelne Bevölkerungsgruppen ansprechen, in denen die Impfquote besonders tief ist. Laut Anna Sax, der Leiterin des kantonalen Gesundheitsamts, stehen beispielsweise Migrantengruppen im Fokus, die man über Vertrauenspersonen oder Vereine erreichen wolle.

Aber auch Jugendliche ab 12 Jahren, bei denen die Impfquote ebenfalls noch tief ist, sollen vermehrt zur Impfung animiert werden. Der Impfbus macht diese Woche deshalb sowohl an der Kantonsschule als auch an der Berufsfachschule BBZ Halt.