Wie die Staatskanzlei Obwalden mitteilt, können sich Schüler aus dem Kanton Obwalden für verschiedene Sprachaustauschprogramme anmelden.
Bellizona Aufsatz
Schüler gehen in das Schulgebäude. (symbolbild) - Keystone
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Verschiedene Angebote wollen bei Kindern und Jugendlichen die Motivation und die Lust für einen Kontakt mit Gleichaltrigen aus einem anderen Sprachgebiet wecken. Schüler aus dem Kanton Obwalden können sich zu Beginn des neuen Schuljahres für ganz unterschiedliche Austauschprogramme anmelden.

Austauschprogramm «Vas-y! Komm!»

In der 2. und 3. Oberstufe können sich Schüler im Rahmen des Programms «Vas-y! Komm!» mit einem französischsprechenden Partner aus dem Kanton Wallis kostenfrei für eine Woche oder zwei Wochen treffen, sich austauschen und Französisch lernen. Das Programm wird vom Kanton Wallis und den Zentralschweizer Kantonen seit zehn Jahren betrieben.

Der Sprachaustausch ist gegenseitig und erfolgt während der Schulzeit, vorzugsweise während drei Kalenderwochen im März. Zum Schuljahresbeginn werden die Jugendlichen in der Schule über das Angebot informiert und ihre Lehrpersonen motivieren sie für die Teilnahme.

Nach einem ersten Kennenlernen via Chat oder E-Mail findet ein in der Regel einwöchiger gemeinsamer Aufenthalt im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis und in Obwalden statt. Die Jugendlichen besuchen in dieser Zeit gemeinsam die jeweilige Schule, leben in der Familie vor Ort und nehmen am täglichen Leben teil. So können Freundschaften entstehen und nebenbei die Sprachen Französisch und Deutsch und die jeweilige Kultur erfahren und gelebt werden.

Im Schuljahr 2021/22 haben 20 Jugendliche aus Obwalden das Angebot genutzt. Ihre Rückmeldungen freuen die Organisatoren: «Es hat alles wie am Schnürchen geklappt. Vielen Dank für die Gelegenheit!» Oder: «Unsere Tochter hat Freundinnen in der Schule kennengelernt, mit denen sie noch immer in Kontakt ist.»

Kostenloser Klassenaustausch

Weiter besteht die Möglichkeit, einen Briefaustausch mit einer Schule in der Romandie zu pflegen. Dieser kann in der Primarschule starten und sich bis in die Oberstufe weiterziehen und entwickeln. Anschliessend an einen Briefaustausch können sich die Schulklassen gegenseitig an einem Tag besuchen.

Dabei fallen keine Kosten an, denn die SBB und die Mobilitätsagentur «Movetia» übernehmen die Reisekosten. Vor Ort wird Französisch und Deutsch gesprochen. Sportliche Aktivitäten oder eine Stadtbesichtigung helfen, dass die gemischten Gruppen die Sprachen nutzen und sich verständigen.

«Ich habe dann einfach versucht zu reden und irgendwie haben wir uns verstanden», so die Rückmeldung eines Schülers aus Sarnen.

Movetia ermöglicht Ferienaustausch

Ein Austausch ist auch während den Ferien möglich. Das Programm Ferienaustausch von Movetia bietet 11- bis 18-jährigen Jugendlichen die Möglichkeit, eine bis zwei Wochen in einer Familie in einer anderen Sprachregion der Schweiz zu leben.

Die angemeldeten Personen werden einer Austauschpartnerin oder einem Austauschpartner der anderen Sprachregion vermittelt. Anschliessend empfangen sie ihren Kollegen in der eigenen Familie. Die Jugendlichen verbringen die Zeit gemeinsam in beiden Familien.

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