Grundstücke im Kanton Obwalden sollen künftig mit einer standardisierten Anwendung geschätzt werden. Für die Beschaffung rechnet die Regierung mit Kosten von 1,35 Millionen Franken. Zudem sind Anpassungen der gesetzlichen Grundlagen erforderlich.
Obwalden
Das Regierungsgebäude von Obwalden in Sarnen. - Keystone

Deshalb beantragt die Regierung dem Parlament nicht nur einen entsprechenden Objektkredit sondern gleichzeitig auch einen Nachtrag zum Schätzungs- und Grundpfandgesetz, mit welchem die Prozesse der Grundstückschätzung erneuert werden sollen, teilte diese am Donnerstag mit.

Es handle sich dabei um einen hohen Betrag, wird Finanzdirektorin Maya Büchi-Kaiser (FDP) zitiert. Mittelfristig aber würden mit der neuen Anwendung Einsparungen erwartet, sodass der hohe Investitionsbetrag vertretbar sei.

Heute verwendet die Steuerverwaltung für die Grundstückschätzung eine Fachanwendung. Aufgrund der angekündigten Einstellung der Weiterentwicklung und des Supports der Software könne diese ab Oktober nur noch eingeschränkt und mittelfristig gar nicht mehr verwendet werden.

Bei der Evaluation zeigte sich, dass auch andere Kantone eine neue Fachanwendung anschaffen müssen. Mit dem Ziel, dass die Bewertungsmethode und die Prozesse in den Kantonen möglichst ähnlich sind. Dadurch könne eine standardisierte Fachanwendung eingesetzt werden, was für die Kantone ressourcen- und finanzschonender sei, heisst es.

Der Obwaldner Regierungsrat entschied, ebenfalls diesen Weg einzuschlagen. Und beantragt dem Kantonsrat daher auf eine Individuallösung zu verzichten und eine neue Standardlösung anzuschaffen.

Der Kantonsrat wird voraussichtlich im Herbst über den Objektkredit und den Nachtrag zum Grundpfand- und Schätzungsgesetz beraten. Die neue Regelung soll Anfang 2025 in Kraft treten.

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