Weil die Nachfrage nach Corona-Impfungen auch im Kanton Glarus stark zurückgegangen ist, schaltet das kantonale Impfzentrum in Ennenda eine Sommerpause ein. Es bleibt in der letzten Juli- und der ersten Augustwoche geschlossen.
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Eine Person mit einer Spritze gegen das Coronavirus. (Symbolbild) - dpa

Seit Mitte Juni 2021 sind die Anmeldungen für die Covid-Impfung im Glarnerland zurückgegangen, wie die kantonale Task Force Covid am Mittwoch mitteilte. Seit Anfang Juli hatte das Zentrum in Ennenda deshalb an einzelnen Tagen den Betrieb eingestellt. Weil sich der Trend fortsetzt, macht das einzige Impfzentrum des Glarnerlandes nun durchgehend vom 24. Juli bis zum 8. August zu.

Das zurückgehende Interesse an der Impfung sei in der ganzen Schweiz zu beobachten, hiess es in der Mitteilung. Ein wichtiger Grund möge die Befürchtung sein, dass der zweite Impftermin in die eigenen Ferien fallen könnte.

«Es lohnt sich aber, die Impfung nicht ganz zu verschieben, sondern die erste Dosis vor den Ferien zu beziehen», schrieb die Task Force. Es bestünden Anzeichen, dass die Fallzahlen wieder zunehmen. Schon die erste Impfung gebe bereits einen gewissen Schutz, und bei einer Ansteckung verlaufe die Erkrankung oft milder.

Bis zur Sommerpause sind in Ennenda noch einige Termine für Erstimpfungen verfügbar. Allerdings gelten diese nicht als vollständige Impfungen, weshalb danach noch keine Impfzertifikate ausgestellt werden.

Das Impfteam hofft, dass die Anmeldungen zur Impfung ab August wieder zunehmen. Der Kanton Glarus sei noch deutlich vom Ziel einer ausreichenden Durchimpfung der Bevölkerung entfernt.

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