Boltigen verpflichtet sich mit einem ausgewiesenen Gefahrenpotential zur Erstellung von Notfallplanungen von «Naturgefahren».
Der Gemeinderat. - Symbolbild

Wetterextreme, insbesondere Starkniederschläge häufen sich und haben in Vergangenheit auch in Boltigen zu Problemen geführt. Dank der guten Ausbildung und Kenntnisse der lokalen Gegebenheiten hat die Feuerwehr Boltigen in der Vergangenheit solch kritische Situationen beobachtet und wenn nötig interveniert. Jedoch war das bisher wenig dokumentiert .

Mit dem Kantonalen Bevölkerungsschutz- und Zivilschutzgesetzes (KBZG) verpflichtet der Kanton nun die Gemeinden mit einem ausgewiesenen Gefahrenpotential zur Erstellung von Notfallplanungen.

Die Erstellung der Notfallplanung «Naturgefahren» für die Gemeinde Boltigen wurde durch das Planungsbüro Emch und Berger begleitet und erfolgte unter Einbezug der lokalen Fachleute aus Feuerwehr, Führungsorgan und Schwellenkorporation.

Die Phase «Rot»

Aufbauend auf dem vorhandenen Wissen über mögliche Gefahrenstellen wurden Beobachtungsrouten und Punkte definiert, die im Bedarfsfall dann systematisch überwacht werden (Phase «Gelb»). Droht eine Eskalation so tritt Phase «Orange» in Kraft, dort werden vorsorgliche Massnahmen definiert, z.B. der Aufbau von Wasserabweisungsbauten mittels Bretter und Sandsäcken an kritischen Stellen.

Phase «Rot» letztlich tritt dann in Kraft, wenn die Situation eskaliert und z.B. Bäche über die Ufer treten oder Rückhalteeinrichtungen (Sammler) gefüllt werden. Insbesondere die Feuerwehr Boltigen ist froh über die neue Notfallplanung.

Die Arbeiten sind klar definiert und dokumentiert

Zwar wird sich im täglichen Handwerk wenig ändern, jedoch sind nun die Arbeiten klar definiert und dokumentiert, was einerseits die Befehlsgebung vereinfacht und andererseits die Ausbildung von (Kader-)Nachwuchs unterstützt. Im Oktober 2021 konnte das Projekt abgeschlossen und die Unterlagen an die Gemeinde resp. an die Feuerwehr ausgehändigt werden.

An seiner Sitzung vom 19. Oktober 2021 hat der Gemeinderat u.a. die Schlussabrechnung mit Gesamtaufwendungen (externe und interne Kosten) von Brutto 11'738.80 Franken genehmigt; welche durch 50 Prozent Bundessubventionen gedeckt werden.

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