Sempach: Japankäfer breitet sich aus – Stadt bittet um Mithilfe
Im Befallsherd Neuenkirch LU wurde der Japankäfer mehrfach nachgewiesen. Die Stadt Sempach bittet Reisende, Gepäck und Auto sorgfältig zu kontrollieren.

Seit dem erstmaligen Fund eines Japankäfers im Tessin im Sommer 2017 hat sich der Käfer in der Schweiz zunehmend ausgebreitet. Bereits mehrfach wurden Japankäfer im Befallsherd «Neuenkirch» nachgewiesen. Der Käfer befällt über 400 verschiedene Pflanzen und schädigt diese durch Frass an Blättern, Blüten und Früchten.
Die Larven fressen zudem Wurzeln von Gräsern und können insbesondere auf bewässerten Grünflächen wie Sportanlagen grosse Schäden verursachen.
Oft reist der Japankäfer in Autos, Zügen und Flugzeugen unbemerkt mit und gelangt so aus befallenen Gebieten in neue Regionen. Wer aus einem Befallsgebiet im Süden, zum Beispiel aus dem Tessin oder aus Norditalien, zurückkehrt, kann viel bewirken. Kontrollieren Sie deshalb vor der Heimreise Ihr Gepäck, insbesondere Kleidung, Outdoor-Ausrüstung, Taschen und Koffern.
Überprüfen Sie zudem auch Ihr Auto sorgfältig, besonders den Kofferraum, die Sitze und Fussräume sowie alle Öffnungen zum Aussenbereich des Fahrzeugs.
Der Japankäfer sieht einigen einheimischen Käfern sehr ähnlich. Anhand folgender Merkmale lässt er sich jedoch gut erkennen:
Beim Fund eines Japankäfers gegen Sie bitte wie folgt vor: Käfer einfangen und nicht wieder freilassen. Käfer auf die weissen Haarbüschel an beiden Seiten des Hinterleibs überprüfen.
Fotos machen und den Fundort notieren. Käfer unschädlich machen und Käfer umgehend dem zuständigen kantonalen Pflanzenschutzdienst melden.










