Schönenwerd kontert Amriswiler Auftaktsieg

Volley Amriswil verliert das zweite Playoff-Duell gegen Volley Schönenwerd mit 1:3. Die Solothurner gleichen die Best-of-five-Serie nach starker Leistung aus.

Volley Amriswil
Volley Schönenwerd gleicht Serie gegen Volley Amriswil aus. - Nagel

Wie Volley Amriswil berichtet, hatte das Team vor Wochenfrist gross aufgespielt und den Schönenwerdern nicht wirklich eine Chance gelassen. Doch Atanas Petrov, der Coach der Solothurner, hatte die Partie wohl genaustens analysiert und sein Team optimal auf den Gegner eingestellt.

Jedenfalls waren die Spieler, die im ersten Spiel enttäuscht hatten, diesmal ganz anders in Form: Lanciert von einem sehr stark verbesserten Zuspieler Fabrice Egger performten der Diagonalangreifer Reda Haikal und der Schweizer Internationale Cyril Kolb weit erfolgreicher als im Spiel zuvor.

Beide Teams spielten mit der genau gleichen Aufstellung wie am Samstag vorher; Amriswil unter dem Motto «never change a winning team», die Niederämter, weil ihnen die Alternativen fehlten. Als es nach zehn Minuten 10:10 stand, zündete Etienne Schalch den Turbo.

Schönenwerd entscheidet den Startsatz

Alle fünf Amriswiler Punkte bis zum 15:15 gingen auf sein Konto. Ihm wollte Haikal, der gegnerische Dia, nicht nachstehen. Bis zum 19:17 war er für alle Punkte seiner Mannschaft verantwortlich.

Und als er beim Stande von 18:17 zum Aufschlag kam, setzte er die Amriswiler Annahme derart unter Druck, dass das Skore auf 24:17 stieg. Dass erst der dritte Satzball zum Satzgewinn der Schönenwerder führte, war nur eine Randnotiz.

Umgekehrte Welt im zweiten Durchgang: Von Beginn weg lagen die Amriswiler in Front. Bis zur Mitte des Satzes waren es immer zwei oder drei Punkte.

Aufschlagserie entscheidet dritten Durchgang

Als Eduardo Wurster, der deutsch-brasilianische Aussenangreifer auf Seiten der Solothurner, nacheinander einen Ball ins Out und einen ins Netz setzte, wuchs der Vorsprung auf fünf Zähler an. Diese Chance liessen sich die Leute um Captain Iliya Goldrin nicht mehr nehmen. 25:20 das Resultat.

Obwohl die Gäste bis zum 12:11 im dritten Abschnitt immer leicht hinterherhinken mussten, war das Spiel völlig ausgeglichen. Dann setzte Egger mit ausgezeichneten Aufschlägen die Amriswiler Annahme dermassen unter Druck, dass die Thurgauer kaum mehr zu erfolgversprechenden Abschlussmöglichkeiten kamen.

Beim Stande von 18:11 war die Luft bei beiden Teams draussen, was sich in fünf Aufschlagfehlern innert sechs Punkten manifestierte. Das 25:16 war die Folge einer starken Schönenwerder Leistung und einer schwächelnden Amriswiler Equipe.

Amriswil findet keine Antwort mehr

Wer von den rund 20 mitgereisten Fans gehofft hatte, dass sich das Serramalera-Team im vierten Satz würde steigern können, sah sich schon bald einmal enttäuscht. Vom 5:3 über 11:7 bis zum 19:13 wuchs der Vorsprung von «Schöni» konstant an, bis Satz und Spiel mit 25:18 endeten.

Neben den schon erwähnten Akteuren auf Schönenwerder Seite gilt es noch den blutjungen Rufus Frauenfelder zu erwähnen. Der 18-Jährige wurde von Beginn des dritten Satzes anstelle von Wurster eingesetzt.

Mit der Abgeklärtheit eines Routiniers entschärfte er die Amriswiler Aufschläge und war mit sechs Angriffspunkten bei elf Versuchen auch im Angriff erfolgreich.

Entscheidende Partie am Mittwoch

Am kommenden Mittwoch steigt um 19 Uhr im Tellenfeld die dritte Partie in dieser Best-of-five-Serie. Mit dem grossartigen Amriswiler Anhang im Rücken müssen die Amriswiler an die Leistungen in der ersten Partie anschliessen, um sich weiter Chancen auf die Playoff-Finalqualifikation machen zu können.

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