In den letzten Jahren hat sich eine falsche Rasenpflanze sehr stark auf dem Sportplatz in Amriswil verbreitet und muss jetzt ausgewechselt werden.
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Bei einem Heimspiel konnte der SC Emmen gegen den FC Littau brillieren. - Keystone Symbolbild

Wie die Gemeinde Amriswil berichtet, ist der Nordwestplatz der Sportanlage Tellenfeld, nachdem im Frühjahr saniert wurde, wieder bespielbar. Somit kommt jetzt der zweite Platz auf der Liste der sanierungsbedürftigen Sportplätze an die Reihe. Aktuell wird der Westplatz saniert. Hauptproblem hier: Eine falsche Rasensorte hat sich eingenistet.

Aufgrund der Beratungen in der Sportkommission ist im Budget 2021 die zweite Etappe bei der Sanierung der Nordplätze enthalten. Im Herbst 2020 wurde der Zustand vom Westplatz immer schlechter und von Seiten des FC Amriswil wurde der Wunsch geäussert, diesen Platz zuerst instand zu stellen. Folglich wurde eine Zustandsanalyse erstellt. Diese zeigt auf, welche genauen Sanierungsschritte notwendig sind.

Die Sportkommission hat entschieden, den Westplatz noch diesen Spätsommer zu sanieren

Mit den Arbeiten konnte gestern begonnen werden, da der Nordwestplatz wieder bespielbar ist. Das Hauptproblem des Westplatzes liegt bei der sogenannten «Scherfestigkeit». In den letzten Jahren hat sich eine falsche Rasenpflanze (Poa annua bzw. einjährige Rispe) sehr stark auf dem Platz verbreitet. Diese wurzelt nicht tief, wodurch die Festigkeit der Rasenoberfläche nicht gegeben ist und sich beim Fussballspielen grosse Rasenstücke ablösen. Würde der Rasen tiefer wurzeln, könnte das Gras im Falle von Löchern wieder angestampft werden und würde wieder anwachsen.

Weil die nicht-heimische Rasenart aber nur oberflächlich wurzelt, funktioniert diese Methode der Reparatur nicht, weil das Rasenstück vertrocknet, bevor es wieder anwachsen kann. Folglich müssen Löcher nach jedem Spiel mit Erde gefüllt und neu angesät werden. Auch Versuche mit regelmässigem Vertikutieren und einer Übersaat, um das fremdartige Gras loszuwerden, ergaben nicht die gewünschten Erfolge und der Platz muss nach jeder Übersaat zwei bis drei Wochen gesperrt werden.

Zusätzlich macht die Entwässerung des Platzes Schwierigkeiten

Bei der Budgetierung der Arbeiten wurde angenommen, dass für die Sanierung nur die oberste Rasenschicht abgetragen werden muss. Die mit der Studie vorgenommenen Sickerversuche liessen aber zusätzlich Mängel im Entwässerungsnetz erwarten. Für eine nachhaltige Sanierung müssen deshalb weitere Drainagen verbaut werden, wodurch die Kosten um rund 24'000 Franken höher ausfallen werden, als angenommen. Der Auftrag für die Sanierung wurde der Otto Keller AG aus Zihlschlacht vergeben. Das selbe Unternehmen hat im Frühling bereits die Sanierung des Nordwestplatzes ausgeführt und mit der dabei geleisteten Arbeit überzeugt.

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