Rapperwil-Jona: Ortsparteien kritisieren «Scheintransparenz»
Die Ortsparteien Die Mitte, FDP, GLP, Grüne und SP von Rapperswil-Jona nehmen Stellung zum Newsletter der Stadt vom 26. Januar 2026.

Im Newsletter vom 26. Januar 2026 lässt die Stadt verlauten, dass als neuer Informationskanal das Gemeindefenster auf Linth 24 genutzt wird, um mehr Reichweite zu schaffen.
Die SP, Die Mitte, GLP, FDP und Grüne begrüssen grundsätzlich die Absicht des Stadtrates, die gesamte Bevölkerung besser zu informieren.
Die Parteivertretenden stellen Transparenz vor Reichweite und wünschen sich die bisherigen Kanäle mit transparenteren Aussagen und mit dazugehörigen Erläuterungen.
Gegen «Scheintransparenz»
Sie sind der Auffassung, dass ein weiterer Kanal, auf dem die üblichen städtischen Informationen publiziert werden, unnötig ist.
Die Stadt verfügt über ausreichend interne personelle und fachliche Ressourcen, um die Bevölkerung über bereits etablierte Kanäle umfassend zu informieren. Jeder Bürger hat jetzt schon die Möglichkeit, unkompliziert den Newsletter zu abonnieren, um direkt über die Stadt informiert zu sein.
Die Erweiterung durch das Gemeindefenster führt zu einer weiteren Form der «Scheintransparenz», da dieselben Inhalte, die bereits im Amtsblatt, im Newsletter der Stadt, der Webseite der Stadt, an den Bürgerversammlungen, in den sozialen Medien oder im Stadtjournal veröffentlicht werden, erneut verbreitet würden.
Die blosse Generierung von Reichweite darf kein Massstab für die Nutzung einer weiteren Plattform sein. Dies wäre vergleichbar damit, dass der Bund seine Informationen über Medien wie «Der Blick» verbreiten würde, um eine grössere Reichweite zu erzielen.
Bisherige Informationskanäle priorisieren
Aus Sicht der Parteivertretenden ist ein Onlinemedium, ohne Kommentarfunktion, nicht zeitgemäss, da dieses keine Interaktion mit den Lesern ermöglicht und wirkt dem Legislaturziel des Stadtrates zu mehr Transparenz ausdrücklich entgegen.
Die Parteivertretenden wünschen sich von der Stadt eine kritischere Auseinandersetzung zur Information und Kommunikation.
Sie fordern den Stadtrat daher auf, das Gemeindefenster nicht als weiteren, offiziellen Informationskanal der Stadt zu etablieren, sondern mit den bestehenden finanziellen Ressourcen die bisherigen Informationskanäle – Webseite der Stadt, Newsletter der Stadt, Stadtjournal – konsequent zu priorisieren.
Dies indem die Stadt zum Beispiel die eigene Webseite benutzerfreundlicher gestaltet. Dies würde entschieden mehr zur Transparenz bei der Bevölkerung beitragen.
Zeitnahe und transparente Offenlegung grundlegender Daten
Darüber hinaus erwarten die Parteivertrendend eine zeitnahe und transparente Offenlegung der aktuellen Partnerschaftsbedingungen, der eingesetzten personellen und finanziellen Ressourcen, allfälliger vertraglicher Grundlagen sowie der redaktionellen Verantwortung im Zusammenhang mit dem Gemeindefenster.
Ebenfalls ist eine nachvollziehbare Darstellung der für die Content-Erstellung eingesetzten Ressourcen erforderlich.






