Rapperswil-Jona SG: Verfahrensfehler stoppt Bauarbeiten an der Kreuzstrasse
In Rapperswil-Jona SG hat die Stadt den Umbau der Bushaltestellen an der Kreuzstrasse gestoppt. Ein Verfahrensfehler machte den Baustart ungültig.

Der Stadt ist beim hindernisfreien Ausbau der Bushaltestellen an der Kreuzstrasse ein Verfahrensfehler unterlaufen: Die Arbeiten wurden begonnen, bevor die vorgeschriebenen Verfahren abgeschlossen waren. Die Stadt hat die Arbeiten deshalb sofort gestoppt, stellt den ursprünglichen Zustand soweit nötig wieder her und holt die noch notwendigen Verfahren nach.
Die Stadt hatte am 21. August 2026 angekündigt, mehrere Bushaltestellen an der Kreuzstrasse hindernisfrei auszubauen. Am 3. September wurde mit der Einrichtung der Baustelle und ersten Arbeiten am Gehweg begonnen. Kurz nach Beginn der Arbeiten wurde festgestellt, dass die notwendigen Planungsschritte noch nicht vollständig abgeschlossen waren.
Konkret hätten vor dem Baustart unter anderem die öffentliche Mitwirkung und die öffentliche Planauflage erfolgen müssen. Der Stadt ist aufgrund der Komplexität des Projektes bei der internen Abstimmung ein Verfahrensfehler unterlaufen.
«Das hätte nicht passieren dürfen», sagt der zuständige Stadtrat Ueli Dobler. «Wir übernehmen die Verantwortung dafür und holen die verpassten Verfahrensschritte nun nach.»
Baustelleneinrichtung wird abmontiert
Nachdem das Versäumnis festgestellt worden war, wurden die Arbeiten umgehend gestoppt. Die bereits eingerichtete Baustelle sowie auch die provisorische Verkehrsführung wurden abgeräumt. Rund 35 Meter bearbeiteter Gehweg wurden wieder mit einem Asphaltbelag versehen.
Die provisorischen Bushaltestellen an der Kreuzstrasse wurden ebenfalls aufgehoben. Seit Dienstag, 8. September 2026, 15 Uhr, sind die bisherigen Bushaltestellen wieder in Betrieb.
Vorgeschriebene Verfahren werden nachgeholt
Die Stadt wird nun die vorgeschriebenen Verfahrensschritte vollständig abschliessen. Dazu gehören zunächst die öffentliche Mitwirkung und anschliessend die öffentliche Planauflage. Damit werden die vorgesehenen Mitwirkungs- und Rechtsmittelmöglichkeiten gewährleistet.
Die Stadt rechnet derzeit nicht damit, dass die Bauarbeiten noch im Jahr 2026 wieder aufgenommen werden können. Ein neuer Termin für den Baustart wird festgelegt, sobald die notwendigen Verfahren abgeschlossen sind.
Am Projekt selbst hält die Stadt fest. Die Haltestelle Hanfländer soll aufgehoben und die Haltestellen Brauereiweg und Attenhoferstrasse wie geplant verschoben und hindernisfrei ausgebaut werden.






