Der Gemeinderat Hittnau befasste sich mit der Vernehmlassung zur Revision des Planungs- und Baugesetzes im Bereich «Klimaangepasste Siedlungsentwicklung».
Hittnau
Hittnau - Wikimedia Commons / Holder

Wie die Gemeinde Hittnau berichtet, befasste sich der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 15. September 2021 mit der Vernehmlassung zur Revision des Planungs- und Baugesetzes (PBG) im Bereich «Klimaangepasste Siedlungsentwicklung». Die Gemeinde wurde von der Baudirektion des Kantons Zürich zur Vernehmlassung eingeladen. Im Rahmen des Projekts «PBG-Revision 2020» erarbeitete das Amt für Raumentwicklung der Baudirektion des Kantons Zürich Teilrevisionen des Planungs- und Baugesetzes (PBG).

Die Erwärmung des Siedlungsgebiets hat Auswirkungen auf Mensch und Natur

Mit der Vorlage «Klimaangepasste Siedlungsentwicklung» soll auf die Auswirkungen der Erwärmung des Siedlungsgebiets auf Mensch, Natur und zum Teil auch Infrastrukturanlagen im Siedlungsgebiet reagiert werden. In Städten und dicht besiedelten Gebieten kann die Temperatur deutlich höher liegen als im weniger dicht besiedelten Umland, was als «Hitzeinseleffekt» bezeichnet wird.

Bauten und Anlagen heizen sich während des Tages durch auftreffendes Sonnenlicht auf und geben die gespeicherte Wärme nachts wieder ab. Versiegelte Flächen speichern ebenfalls Wärme und verhindern, dass verdunstendes Wasser eine kühlende Wirkung entfalten kann. Zudem können Gebäude Durchlüftungsachsen und Kaltluftkorridore blockieren, was ein nächtliches Abkühlen erschwert.

Durchgrünte Siedlungen tragen zur Minderung bei

Die angestrebte Siedlungsentwicklung nach innen könnte ohne begleitende Massnahmen zu einer Verschärfung der Hitzebelastung in dicht bebauten Gebieten führen. Durchgrünte Siedlungen mit schattenspendenden Bäumen und unversiegelten Flächen sowie die Berücksichtigung von Kaltluftkorridoren tragen massgebend zur Minderung der sommerlichen Hitzebelastung bei und leisten allgemein einen Beitrag zur Verbesserung der Siedlungsqualität.

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