Fehraltorf

Fehraltorf ZH: Fusion mit Hittnau, Pfäffikon und Russikon wird geprüft

Gemeinde Fehraltorf
Gemeinde Fehraltorf

Pfäffikon,

Fehraltorf ZH will mit Hittnau, Pfäffikon und Russikon die Vor- und Nachteile einer Fusion prüfen. Bis Ende 2030 soll die Bevölkerung abstimmen.

Fehraltorf ZH
Fehraltorf ZH: Das Zentrum der Gemeinde Fehraltorf im Bezirk Pfäffikon (ZH) (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Die Gemeinden Fehraltorf, Hittnau, Pfäffikon und Russikon wollen ihre Zukunft miteinander gestalten. Auch die Gemeinde Wildberg ist an diesem Prozess beteiligt. Die Gemeinden haben für diesen Projektstart ein gemeinsames Legislaturziel verabschiedet.

Ziel ist es, die Vor- und Nachteile einer Fusion auf Herz und Nieren zu prüfen.

Der strukturelle Wandel stellt die Schweizer Gemeinden vor grosse Herausforderungen. Allen voran die wachsende und alternde Bevölkerung, der Siedlungsdruck, der Verkehr und die Digitalisierung bringen komplexe Aufgabenstellungen mit sich.

Die Gemeinderäte aus Fehraltorf, Hittnau, Pfäffikon, Russikon und Wildberg haben die Zeichen der Zeit erkannt. Sie wollen die Suche nach nachhaltigen Lösungen mit vereinten Kräften angehen. Eine fundierte Prüfung soll aufzeigen, wie die Gemeinden auch langfristig leistungsfähig und wirtschaftlich bleiben können.

Bereits heute bestehen zwischen den Gemeinden verschiedene Kooperationen, was sich bewährt. Zusätzliches Potenzial bietet sich unter anderem in einer gemeinsamen Ortsplanung, einer gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur wie etwa Werkhof oder Freizeitanlagen und natürlich generell im Verwaltungsbereich. Die Prüfung der Ausweitung der gut etablierten interkommunalen Zusammenarbeit reicht bis hin zu einer Kombinationsfusion, bei der die beteiligten Gemeinden zu einer neuen politischen Einheit verschmelzen und welche den potenziell grössten Synergieeffekt zeitigen würde.

Gründliche Prüfung

Die jetzt gefassten Beschlüsse schaffen keine Fakten, sondern sie öffnen lediglich den Weg hin zu einer sorgfältigen und ergebnisoffenen Prüfung einer Fusion. In der Zwischenzeit wurde auch die Projektorganisation erarbeitet. Die Gemeindepräsidenten von Fehraltorf und Hittnau haben die Co-Leitung in diesem Projekt.

Dabei werden sowohl die Vorteile als auch die Risiken untersucht. Zu den möglichen Chancen zählen insbesondere Effizienz- und Qualitätsgewinne, eine höhere Versorgungssicherheit, bessere Möglichkeiten zur Spezialisierung, eine effizientere IT-Infrastruktur, einheitliche Software-Standards und gebündelte Digitalkompetenz sowie eine stärkere Positionierung der Region. Gleichzeitig sollen Fragen zur politischen Mitwirkung, zur Bürgernähe, zur lokalen Identität und zur kommunalen Autonomie umfassend berücksichtigt werden.

«Wir wollen die Zukunft nicht einfach auf uns zukommen lassen, sondern sie gemeinsam und vorausschauend gestalten», halten die beteiligten Gemeinden fest. Die Bevölkerung soll frühzeitig informiert und miteinbezogen werden. Zu den gemeinsamen Leitprinzipien gehören Gleichwertigkeit, Leistungsfähigkeit, Bürgernähe, Identitätswahrung, Zukunftsfähigkeit und Transparenz.

Grundsatzabstimmung bis spätestens 2030

«Vier Gemeinden – eine Zukunft» ist ein langfristig angelegtes Projekt. Es geht darum, gemeinsam auszuloten, welche Organisationsform den vier Gemeinden und ihrer Bevölkerung die besten Perspektiven bietet.

In der Legislaturperiode 2026–2030 werden die Grundlagen für eine fundierte politische Entscheidung erarbeitet. In einem ersten Schritt erstellen die beteiligten Gemeindepräsidien einen gemeinsamen Projektauftrag. Parallel dazu werden Gespräche mit dem Kanton geführt, um diesen als Projektpartner zu gewinnen.

Der Start des gemeinsamen Projekts ist dann für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Bis Ende 2030 soll in allen Gemeinden gleichzeitig eine Grundsatzabstimmung stattfinden. Die Stimmberechtigten werden dabei entscheiden, ob die Gemeindebehörden mit der Ausarbeitung einer detaillierten Vorlage für eine mögliche neue Gemeinde beauftragt werden.

Der politische Prozess über die Eingemeindung von Wildberg in die Gemeinde Pfäffikon läuft derweil wie vorgesehen weiter. Die entsprechenden Urnenabstimmungen finden am 28. Februar 2027 statt.

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