Altersstrategie 2035 für Pfäffikon
Pfäffikon verabschiedet die Altersstrategie 2035: Sechs Schwerpunkte fördern Selbstbestimmung, Engagement, altersgerechtes Wohnen und umfassende Betreuung.

Wie die Gemeinde Pfäffikon mitteilt, hat der Gemeinderat am 27. Januar 2026 die neue Altersstrategie 2035 verabschiedet. Sie ersetzt das Altersleitbild von 2013 und definiert die alterspolitischen Ziele und konkreten Massnahmen für die kommenden Jahre.
Die Strategie entstand in einem breit abgestützten Prozess unter Einbezug der Bevölkerung, Fachorganisationen und zahlreicher lokaler Akteure.
Die Bevölkerungsprognosen zeigen: Die Zahl der Menschen ab 65 Jahren wird in den nächsten Jahren weiter deutlich steigen. Vor allem der Anteil der über 80-Jährigen nimmt stark zu.
Damit verbunden wächst der Bedarf an Pflege-, Unterstützungs- und Beratungsangeboten. Gleichzeitig verändern sich die Lebensentwürfe der älteren Menschen – sie sind aktiver, selbstbestimmter und vielfältiger als frühere Generationen.
Ein umfassender Beteiligungsprozess
Die neue Altersstrategie basiert auf einer sorgfältigen Analyse der Ausgangslage sowie einer breit angelegten Mitwirkung – Online-Umfrage 2024 mit über 100 Rückmeldungen aus der Bevölkerung, Mitwirkungsanlass mit der Bevölkerung im Januar 2025 und Einbezug von Fachpersonen, Institutionen, Vereinen und Dienstleistenden.
Dieser Prozess stellt sicher, dass die Sichtweisen aller relevanten Anspruchsgruppen einflossen.
Sechs Handlungsfelder für ein altersfreundliches Pfäffikon
Die Altersstrategie legt sechs zentrale Schwerpunkte fest, die in den nächsten Jahren konsequent bearbeitet werden. Sie fördert Begegnung und Engagement, indem Treffpunkte geschaffen, Kontakte gepflegt und der Austausch zwischen den Generationen belebt sowie freiwilliges Engagement ermöglicht wird.
Im Bereich Wohnen und öffentlicher Raum unterstützt sie altersgerechtes Wohnen, erhöht Mobilität und Sicherheit und bezieht die Quartiere aktiv in die Gestaltung ein. Prävention und Gesundheitsförderung stehen im Fokus, um Risiken vorzubeugen, den Alltag bei Erkrankungen zu erleichtern und präventive Hausbesuche anzubieten.
Alltagsunterstützung und Pflege zielen darauf ab, Selbstständigkeit zu bewahren, die Betreuung zu Hause auszubauen und notwendige Pflegeplätze bereitzustellen. Information und Beratung bieten eine zentrale Anlaufstelle bei der Gemeinde, klären über Finanzierungsmöglichkeiten auf und stellen Beratung vor Ort sicher.
Schliesslich sollen Übergänge und das Lebensende bewusst gestaltet werden, um Selbstbestimmung zu stärken und eine palliative Betreuung zu gewährleisten.
Verantwortung und Umsetzung
Für die Umsetzung ist primär die Fachstelle Alter und Gesundheit als Teil des Bereichs Gesellschaft der Gemeindeverwaltung Pfäffikon verantwortlich.
Für die Umsetzung einzelner Massnahmen wird eine interdisziplinäre Zusammenarbeit angestrebt. Die jährliche Erfolgskontrolle durch eine Steuergruppe stellt sicher, dass die Ziele transparent verfolgt und erreicht werden können.
Ein starkes Zeichen für die Zukunft
Mit der Altersstrategie 2035 stellt die Gemeinde Pfäffikon sicher, dass sie den demografischen Wandel aktiv gestaltet und eine lebenswerte, solidarische und altersfreundliche Gemeinde bleibt.
«Wenn ältere Menschen die Chancen dieses Lebensabschnitts erkennen, die eigenen Stärken wahrnehmen und bei Bedarf Unterstützung erhalten, dann hat die Strategie ihr Ziel erreicht», meint Lukas Weiss, Gemeinderat, Ressort Gesellschaft.
Die Altersstrategie2035 kann als Kurzfassung bei der Fachstelle Alter und Gesundheit oder auf der Projektseite bezogen werden.









