Biel BE: Solaranlagen für acht städtische Gebäude

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Nidau,

Die Stadt Biel BE beschleunigt den Solarausbau. Der Gemeinderat spricht 1 Million Franken und beantragt dem Stadtrat weitere 2,23 Millionen Franken.

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Biel BE: Solaranlagen für acht städtische Gebäude (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Mit dem Aktionsplan Photovoltaik für städtische Liegenschaften setzt die Stadt Biel eine wichtige Massnahme zur Erreichung der Klimaziele und der Energiewende um. So kann die Stadt den Bedarf verstärkt durch erneuerbare Energien decken. Der Gemeinderat hat für den Photovoltaikausbau auf acht geeigneten städtischen Gebäuden mehrere Kredite von gesamthaft 1 Million Franken gesprochen und beantragt dem Stadtrat einen Kredit in der Höhe von 2,23 Millionen Franken für grosse Photovoltaikanlagen auf dem Schulhaus Champagne, dem Werkhof und dem Recyclinghof.

Der Stadtrat befindet am 17. September 2026 über das Geschäft.

Der Gemeinderat hat den Aktionsplan Photovoltaik für städtische Liegenschaften genehmigt und damit eine strategische Grundlage für den beschleunigten Ausbau der Solarenergie geschaffen.

Der Aktionsplan ist ein zentraler Baustein zur Umsetzung der Klimastrategie der Stadt mit dem Ziel, den Bedarf verstärkt durch erneuerbare Energien zu decken. Mit der Nutzung eigener Dachflächen übernimmt die Stadt eine Vorbildrolle und motiviert Bevölkerung sowie Wirtschaft, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Für die Installation von Photovoltaikanlagen auf acht geeigneten städtischen Gebäuden ab 2026 bewilligt der Gemeinderat Kredite von insgesamt 1 Million Franken.

Gleichzeitig beantragt der Gemeinderat dem Stadtrat einen Kredit von 2,23 Millionen Franken für Photovoltaikanlagen auf dem Schulhaus Champagne, dem Werkhof und dem Recyclinghof. Dies ermöglicht die Produktion des jährlichen Strombedarfs von mehr als 350 Einfamilienhäusern.

Klare Leitlinien für die Umsetzung

Der Aktionsplan Photovoltaik definiert die Ausgangslage, legt Entscheidungskriterien für die Installation von Photovoltaikanlagen fest und dient als Leitlinie für Planung, Umsetzung und Finanzierung. Ziel ist ein einheitliches, effizientes Vorgehen beim Ausbau auf Liegenschaften im Verwaltungs- und Finanzvermögen sowie eine Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebestand der Stadt. Mit dem Aktionsplan wird die Stadt ab sofort bereits in der Investitionsplanung systematisch prüfen, ob Gebäude sich für Photovoltaikanlagen eignen.

Neue gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Seit der Annahme des Gegenvorschlags zur kantonalen Solarinitiative im Februar 2025 gelten neue gesetzliche Vorgaben: Neubauten und Erweiterungen müssen mit Solaranlagen ausgestattet werden. Bei Dachsanierungen ist die Eignung für die solare Nutzung zu prüfen und 1/3 An die Medienvertreterinnen und -vertreter Innovative Instrumente zur wirtschaftlichen Nutzung von Strom aus Photovoltaikanlagen:

Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV): Innerhalb eines Gebäudes können sich mehrere Parteien zusammenschliessen, um lokal erzeugten Strom gemeinsam zu nutzen.

Sie gelten dabei als ein einziger Endverbraucher mit einem gemeinsamen Netzanschluss.

Virtuelle ZEV (vZEV):

Diese Erweiterung des ZEV ermöglicht es, benachbarte Gebäude, welche an der gleichen Verteilkabine angeschlossen sind, einfach einzubinden, indem Messdaten mehrerer Stromzähler virtuell zusammengeführt werden – ohne bauliche Anpassungen an Zählern oder Netzanschlüssen.

Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG): Ab 2026 können Gebäude innerhalb eines Netzgebiets gemeinsam erneuerbare Energie über das öffentliche Stromnetz nutzen. Die Stadt Biel prüft derzeit in einer Machbarkeitsstudie – in Zusammenarbeit mit dem Energie Service Biel/Bienne – die Bildung einer oder mehrerer solcher Gemeinschaften für städtische Liegenschaften.

Photovoltaikanlagen konsequent auch bei Dachsanierungen umsetzen möchte, geht sie bewusst über diese Anforderungen hinaus und wird ihrer Vorbildrolle gerecht.

Mit dem neuen nationalen Stromgesetz, welches die Einführung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) und virtueller Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (vZEV) (Definitionen siehe Infobox) ermöglicht, ändern sich zudem die wirtschaftlichen Voraussetzungen für Eigeninvestitionen. Städtische Gebäude können dadurch auf stadteigenen Gebäuden produzierten erneuerbaren Strom in grösserem Umfang selbst nutzen. Das stärkt die Energieunabhängigkeit, reduziert die laufenden Betriebskosten und garantiert eine hohe Wirtschaftlichkeit der Investition.

Anlagen auf dem Schulhaus Champagne, dem Werkhof und Recyclinghof

Für die Projekte Schulhaus Champagne, Werkhof und Recyclinghof ergibt sich aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen eine neue strategische Ausgangslage: Die veränderten Rahmenbedingungen machen einen vollständigen Ausbau der Photovoltaikanlagen mit Eigeninvestition für die Stadt langfristig vorteilhaft. Der dafür beim Stadtrat beantragte Kredit liegt bei 2,23 Millionen Franken. Dank der Gründung eines vZEV des Recyclinghofs mit dem Werkhof wird die Stadt einen Teil des zukünftigen Mehrbedarfs durch die Elektrifizierung der städtischen Flotte direkt vor Ort abdecken können.

Die Integration dieses vZEV in eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft mit weiteren städtischen Gebäuden erhöht dabei die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlagen zusätzlich.

Gezielter und beschleunigter Ausbau auch bei kleineren Projekten

Angesichts der neuen strategischen Ausgangslage hat der Gemeinderat auch einen Kredit für den Bau von Photovoltaikanlagen bei laufenden Sanierungen und kürzlich erneuerten Dächern gesprochen. Es sind dies fünf Kindergärten, ein Schulhaus, eine Kita und die Sporthalle Esplanade. Dies verhindert, dass wertvolles Solarpotenzial ungenutzt bleibt, und stellt sicher, dass auch kleinere, aber wirkungsvolle Anlagen konsequent realisiert werden.

Die genehmigten Kredite schaffen die Voraussetzung, diese Projekte zeitnah umzusetzen und die energetischen sowie finanziellen Vorteile gezielt zu nutzen.

Mit dem Aktionsplan Photovoltaik stärkt die Stadt Biel ihre Rolle als aktive Gestalterin der Energiewende und schafft die Voraussetzungen für eine nachhaltige Energiezukunft.

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