Am Dienstag, 2. November 2021 schliesst «Reinach redet» das Projekt «Zivilcourage» mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung ab.
Dorfplatz und Dorfkern mit Brunnen in Reinach.
Dorfplatz und Dorfkern mit Brunnen in Reinach. - Nau.ch / Werner Rolli

Am Dienstag, 2. November 2021, findet in der Aula der Sekundarschule Bachmatten eine Veranstaltung zum Thema Zivilcourage statt. Ueli Mäder, emeritierter Soziologieprofessor, führt durch den Abend.

Im Dezember 2020 lancierte «Reinach redet» eine erste Plakatkampagne zum Thema Zivilcourage. Mit provokanten Aussagen wie «Für eine Frau machst du das ganz gut.», «Kaputt… egal.», «Schreie bei den Nachbarn… dreh den Sound lauter-» oder «Immer diese Ausländer.» sollte die Reinach Bevölkerung für das Thema Zivilcourage sensibilisiert werden.

Eine anonyme OnlineUmfrage begleitete die Plakatkampagne und gab der Bevölkerung die Möglichkeit, ihre persönliche Meinung zu den Aussagen zu äussern. Anschliessend wurden alle Rückmeldungen gesammelt und in einer zweiten Plakatkampagne aufgenommen.

Nächstes Jahr greift «Reinach redet» ein neues Thema auf

Am Dienstag, 2. November 2021 schliesst «Reinach redet» nun das Projekt «Zivilcourage» mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung ab. Der Anlass findet um 19 Uhr, Türeinlass ist ab 18.30 Uhr, in der Aula der Sekundarschule Bachmatten statt.

Es gilt eine Zertifikatspflicht. Nächstes Jahr greift «Reinach redet» ein neues Thema auf, welches dann hoffentlich wieder mit zwei Veranstaltungen begleitet werden kann. Alle Plakate sowie Informationen zum Projekt und zu der Veranstaltung sind auf der Website einsehbar.

Was Zivilcourage ist

Gewalt, Ausgrenzung, Sexismus, Mobbing, Vandalismus: Wenn grundlegende Anstands- und Verhaltensregeln verletzt werden, geht das alle etwas an! Zivilcourage beginnt dann, wenn Menschen nicht wegschauen, wenn sie sich einmischen, wenn sie Verhalten und Begriffe, die man im Alltag halt so benutzt hinterfragen und überdenken.

Zivilcourage bedeutet stehen zu bleiben, genau hinzuschauen und sofort zu reagieren, ohne sich selbst unnötig in Gefahr zu bringen.

Wer hinter «Reinach redet» steckt

«Reinach redet» greift aktuelle jugend- bzw. gesellschaftsrelevante Themen auf und redet darüber.

Im Projekt, das seit einem Jahr von der Gemeinde Reinach übernommen wurde, engagieren sich diverse Akteure aus dem Kinder- und Jugendbereich: die Schulsozialarbeit der Primar- und Sekundarstufe, die Schulleitung Primar- und Sekundarstufe I, das Jugendhaus Palais noir, die Familien- und Jugendberatung Birseck, der Erlenhof, die Kantonspolizei, das Jugendcafe Paradiso und die Kinder- und Jugendbeauftragte der Gemeinde.

Mehr zum Thema:

Sexismus Mobbing Gewalt