Muttenz BL: Saisonstart mit Heimspiel gegen Aufsteiger Muri-Gümligen

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Der SV Muttenz empfängt am Samstag, 8. August, um 16 Uhr auf der Sportanlage Margelacker den FC Muri-Gümligen – trotz zweier verletzter Leistungsträger als klarer Favorit.

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Muttenz BL: Saisonstart mit Heimspiel gegen Aufsteiger Muri-Gümligen. (Symbolbild) - Nau.ch / Nico Leuthold

RM. Mit dem Heimspiel gegen den FC Muri-Gümligen startet der SV Muttenz am Samstag, 8. August um 16 Uhr auf der Sportanlage Margelacker in die neue Saison. Die Mannschaft von Trainer Peter Schädler steht also beim Meisterschaftsauftakt sogleich vor einer heiklen, undankbaren Aufgabe, denn Aufsteiger fallen meistens durch eine ausserordentliche Frühform in ihrer neuen, höheren Umgebung positiv auf.

Die Rotschwarzen müssen sich also auf einen hoch motivierten Gegner einstellen, der getragen von der Aufstiegseuphorie mit viel Leidenschaft etwas Zählbares in den Kanton Bern entführen will. Trotzdem gehört die Favoritenrolle ganz klar den Baselbietern, und alles andere als ein Sieg wäre eine grosse Enttäuschung. Abgesehen von den unvermeidbaren Ferienabsenzen verlief die Vorbereitung in geordneten Bahnen.

Die sechs Testspiele wurden alle gewonnen, wobei man allerdings viermal gegen unterklassige Gegner antrat. Anderthalb Wochen vor dem ersten Ernstkampf bezwangen die Rotschwarzen den Absteiger aus der 1. Liga Classic den SV Höngg souverän, aber auf Grund der Vielzahl ausgelassener, hochkarätiger Torchancen zu knapp mit 3:0. Die Zürcher erwiesen sich über die gesamten neunzig Minuten gesehen als harmloser Widersacher, der die Einheimischen nie richtig fordern konnte. Die Baselbieter waren krass überlegen, liessen den Ball gut in ihren Reihen zirkulieren und auch das Tempo ihrer Aktionen stimmte.

Weniger erfreulich ist, dass sich zwei Leistungsträger bereits wieder, beziehungsweise noch mit Verletzungen herumschlagen. Till Estermann konnte das Training auf Grund seiner lästigen Blessur, die ihn bereits Ende letzter Saison plagte, noch nicht wiederaufnehmen, und Robin Adamczyk zog sich einen Sehnenriss im Adduktorenbereich zu und fällt deshalb voraussichtlich noch sechs Wochen aus.

Nach der starken letzten Saison, die er auf dem vierten Schlussrang beendete, stellt sich für den SV Muttenz die Frage, kann er daran anknüpfen oder fällt er wieder ins Mittelmass zurück oder gelingt ihm vielleicht sogar ein weiterer Schritt nach oben? In der äusserst ausgeglichenen Gruppe 2 geht es zu Beginn in erster Linie aber darum, so rasch wie möglich die nötigen Zähler einzufahren, um sich nach hinten abzusichern, denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch arrivierte Teams, die nie damit rechneten, nach einem schwachen Start unerwartet in den Abstiegskampf verwickelt wurden. In der vergangenen Spielzeit gelang dies optimal, sodass sich die Baselbieter nach oben orientieren konnten.

Mit den drei Spitzenclubs Grasshopper Club Zürich U21, Langenthal und Courtételle vermochten sie zwar noch nicht ganz mitzuhalten. So erreichten sie in den sechs Direktduellen keinen einzigen Sieg.

Die drei verbliebenen Nordwestschweizer Vereine in der 1. Liga Classic spielen weiterhin in der Gruppe 2, die praktisch identisch geblieben ist. Lediglich die Absteiger Old Boys und Besa Biel wurden durch die beiden Aufsteiger Muri-Gümligen und Thun Berner Oberland U21 ersetzt. Der Abstiegskampf dürfte wie in den zwei letzten Jahren wiederum äusserst spannend verlaufen, und es ist kaum vorherzusehen, wen es schlussendlich trifft.

Zum Favoritenkreis für die beiden ersten Plätze gehört sicher der jeweilige souveräne Gruppensieger der zurückliegenden zwei Saisons, der Grasshopper Club Zürich U21. Aber auch der im Sommer in den Aufstiegsspielen knapp gescheiterte FC Langenthal will wieder ein ernstes Wort um die Spitzenränge mitreden. Mit dem dritten Schlussrang schaffte der FC Courtételle die grosse Überraschung in der vergangenen Spielzeit. Er muss nun jedoch den längeren, verletzungsbedingten Ausfall des besten Offensivspielers Hugo Casano verkraften.

Grosse Ambitionen meldet auch der FC Solothurn an. Mit den Zuzügen von Emmanuel Mast (FC Biel) und Dramane Sissoko (FC Wohlen) haben sie die Qualität ihres Angriffs hochkarätig erhöht. Aus regionaler Sicht hat sich der FC Concordia mit den Zugängen von Noa Stanic (SV Muttenz) und Valentin Kaufmann (FC Black Stars) sehr geschickt verstärkt.

Bei einem für sie optimalen Saisonverlauf können auch die Basler ganz oben mitmischen. Schwierig einzuschätzen ist der FC Black Stars, denn in der Sommerpause gab es bei ihm viele Mutationen. Mehrere Leistungsträger verliessen den Buschweilerhof.

Die Abgänge wurden jedoch vom umtriebigen Sportchef Peter Fae anzahlmässig umgehend wieder kompensiert. Ob die Neuen allerdings an das Leistungsvermögen ihrer Vorgänger herankommen, wird der Meisterschaftsverlauf zeigen. Sehr aktiv auf dem Transfermarkt im Sommer waren ebenfalls der FC Schötz, der den Abgang des Torgaranten Stephan Andrist (wechselte zum FC Rothrist) verkraften muss, sowie die SR Delémont.

Man darf also durchaus gespannt sein, welche Mannschaften den Vorschusslorbeeren gerecht werden, und wer die Erwartungen nicht zu erfüllen vermag.

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