Jahresrechnung schliesst erstmals wieder mit Defizit
Nach vier positiven Jahren verzeichnet Münchenstein 2025 ein Minus von 0,66 Millionen Franken. Höhere Gesundheitskosten und tiefere Steuern prägten das Jahr.

Wie die Gemeinde Münchenstein berichtet, präsentiert sich nach vier Jahren mit positiven Rechnungsabschlüssen die Jahresrechnung 2025 erstmals wieder mit einem Minus von 0,66 Millionen Franken. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 0,65 Millionen Franken.
Zur negativen Budgetabweichung beigetragen haben im Wesentlichen höhere Gesundheitskosten von 1,3 Millionen Franken, geringere Steuererträge von 1,6 Millionen Franken sowie Mehrausgaben beim horizontalen Finanzausgleich von 1,2 Millionen Franken.
Positive Budgetabweichungen resultieren hingegen durch den geringeren Nettoaufwand bei der Sozialhilfe- und beim Asylwesen von 1,6 Millionen Franken, durch die nicht budgetierte Reduktion einer Rückstellung von 1 Million Franken sowie durch Effekte aus Liegenschaftsverkäufen von 0,6 Millionen Franken.
Solide finanzielle Ausgangslage
Die Bruttoinvestitionen betrugen 2025 3,6 Millionen Franken und lagen somit unter dem Planwert von 6,1 Millionen Franken. Die Differenz erklärt sich durch zeitliche Verschiebungen, durch vorteilhafte Marktbedingungen sowie durch Synergieeffekte projektübergreifender Arbeiten.
An seiner Sitzung vom 5. Mai 2026 hat der Gemeinderat den Bericht zur Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Münchenstein zu Handen der Gemeindeversammlung vom 15. Juni 2026 verabschiedet.
Der gut verkraftbare Aufwandüberschuss wird dem Kerneigenkapital (Bilanzüberschuss) entnommen, der sich auf einem komfortablen Niveau von über 51 Millionen Franken befindet; das Nettovermögen (Fremdkapital abzüglich Finanzvermögen) pro Einwohnerin und Einwohner beträgt rund 3'140 Franken.










