Wie die Gemeinde Wängi mitteilt, verzichtet sie, trotz Bitte der Gemeindeversammlung, diesen Entscheid zu überdenken, weiter auf die Spartageskarte Gemeinde.
Das Gemeindehaus in Wängi.
Das Gemeindehaus in Wängi. - Nau.ch / Simone Imhof
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Bis Mitte des letzten Jahres konnte die Gemeinde Wängi ihren Einwohnern die nicht personalisierte Tageskarte Gemeinde zu einem einheitlichen Preis von 45 Franken anbieten.

Ein Halbtax-Abonnement war hierzu nicht erforderlich.

Seitens SBB wurde dieses unkomplizierte Angebot leider aufgehoben. Dafür wurde ab dem 1. Januar 2024 die Spartageskarte Gemeinde lanciert, welche aus acht verschiedene Varianten besteht.

Dadurch belaufen sich die Kosten für die Nutzer, verglichen mit dem früheren Angebot ohne Halbtax-Abonnement, auf 52 Franken bis 88 Franken. Das teuerste Angebot liegt bei 148 Franken

Eine Online-Reservation ist bei der Spartageskarte Gemeinde nicht möglich

Im Gegensatz zum früheren Angebot ist eine Online-Reservation nicht mehr möglich.

Die Onlineabfrage zeigt lediglich die Bezugsmöglichkeit beziehungsweise Verfügbarkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Bis zum Abschluss des Kaufes bei den Gemeinden können Tickets allerdings bereits ausverkauft oder nur noch zu einem höheren Preis verfügbar sein.

Aufgrund dessen ist der Bezug der Tageskarten nur persönlich am Schalter möglich.

Die Gemeindeversammlung bat darum, die Entscheidung zu überdenken

Der Gemeinderat Wängi hat auf die Einführung des neuen Angebotes verzichtet. An der letzten Gemeindeversammlung wurde der Gemeinderat aufgefordert, diesen Entscheid zu überdenken und die Einführung nochmals zu prüfen.

Der Gemeinderat erachtet die Spartageskarte Gemeinde nach wie vor als wenig durchdachtes Produkt.

Es ist zudem nicht Aufgabe der Gemeinde, Verkaufsaufgaben der SBB zu übernehmen, während diese aus Effizienzgründen Schalterschliessungen vornimmt und die Beratung und personalisierte Ausgabe von solchen Billetten auf die Gemeinden abwälzt.

Wängi verzichtet weiterhin auf die Einführung

Auch im ersten halben Jahr seit der Einführung ist keine Weiterentwicklung des Produktes, welche Beratungs- und Personalaufwand reduzieren würde, ersichtlich.

Aus all diesen Gründen verzichtet die Gemeinde Wängi wie die meisten Gemeinden des Bezirks Münchwilen (nur gerade zwei Gemeinden haben das Angebot eingeführt) auf die Einführung des Angebotes.

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