Wie die Gemeinde Stettfurt mitteilt, hat die Arbeitsgruppe den Gemeinden Lommis, Stettfurt und Thundorf die Gründung einer Netzgesellschaft vorgeschlagen.
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Durch kilometerlange Kabel wollen Ägypten und Europa ihre Stromnetze verbinden. - Keystone

Im vergangenen Jahr 2020 hat sich eine Arbeitsgruppe mit der aktuellen Situation sowie der zukünftigen strategischen Ausrichtung der drei Elektrizitätswerke Lommis, Stettfurt und Thundorf befasst und zuhanden der Gemeinderäte Bericht erstattet.

Die Ergebnisse aus diesem Strategieprozess haben unter anderem gezeigt, dass die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in der Elektrizitätswirtschaft im bisherigen Rahmen weder wirtschaftlich sinnvoll noch nutzbringend für die Bevölkerung bewältigt werden können.

Synergien und eine bessere Struktur

Wie Anfang des Jahres 2021 mitgeteilt worden ist, haben die Gemeinderäte der Gemeinden Lommis, Stettfurt und Thundorf daraufhin beschlossen, dass die Arbeitsgruppe sich mit der zukünftigen Zusammenarbeit der drei Elektrizitätswerke vertieft befassen soll. An mehreren Workshops hat die Arbeitsgruppe, bestehend aus je zwei Vertretern pro Gemeinde, zusammen mit einem Beratungsunternehmen die verschiedene Zusammenarbeitsformen geprüft und bewertet.

Als Resultat hat sich ergeben, dass eine Zusammenlegung der drei Netze zu Synergien und einer besseren Struktur führt. Zudem muss die Betriebsführung professionalisiert werden, weshalb sie extern vergeben werden soll. Konkret hat die Arbeitsgruppe den drei Gemeinderäten vorgeschlagen, eine gemeinsame Netzgesellschaft zu gründen, die vollständig in der Hand der drei Gemeinden ist. Diese Gesellschaft vergibt dann den operativen Betrieb an einen Dienstleister.

Einsatz eines Steuerungsausschusses

Die Gemeinderäte aus Lommis, Stettfurt und Thundorf sind an einer gemeinsamen Veranstaltung über diesen Vorschlag der Arbeitsgruppe orientiert worden und es konnten Fragen geklärt werden. Es ist auch ein Vorschlag für eine gemeinsame Absichtserklärung vorgestellt worden.

In der Folge haben die drei Gemeinderäte anlässlich ihrer Sitzungen den Vorschlag sowie die Absichtserklärung diskutiert und Beschluss gefasst. Alle drei Gemeinderäte sind vom vorgeschlagenen Vorgehen überzeugt und haben der Absichtserklärung zugestimmt.

Am 23. September 2021 haben die Gemeindepräsidenten der drei Gemeinden die Absichtserklärung unterzeichnet. Damit haben sie den Startschuss für die weiteren Arbeiten gegeben. Die Gemeinderäte haben einen Steuerungsausschuss eingesetzt.

Ausrichtung auf grosse Herausforderungen

Diesem gehören Fritz Locher und Sven Volk aus Lommis, Anne-Cécile Schmid und Markus Bürgi aus Stettfurt sowie Daniel Kirchmeier und Elmar Bühler aus Thundorf an. Dieser Steuerungsausschuss wird zusammen mit externen Experten bis zum kommenden Frühling 2022 die Grundlagen erarbeiten und verfeinern. Dann wird die Bevölkerung aller drei Gemeinden über die konkreten Pläne fundiert informiert werden.

Die Gemeinderäte der drei Gemeinden sind überzeugt, im richtigen Moment die Weichen für die Zukunft der Elektrizitätswerke zu stellen und damit sicherzustellen, dass die Netze in der Hand der Gemeinden bleiben, der Betrieb aber auf die grossen Herausforderungen in der Elektrizitätswirtschaft ausgerichtet wird.