Feuerwehr

Sinnvoller Neubau: Feuerwehr und E-Werk unter einem Dach

Nau.ch Lokal
Nau.ch Lokal

Münchwilen,

Das optimierte Projekt für das Aadorfer Sicherheits- und Infrastrukturzentrum kostet rund 19,4 Millionen Franken. Ende September entscheidet das Stimmvolk.

Das Gemeindehaus in Aadorf.
Das Gemeindehaus in Aadorf. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Gemeinde Aadorf berichtet, benötigen die Feuerwehr Aadorf und das EW Aadorf zeitgemässe, geräumige und ausbaufähige Räumlichkeiten. Beide Organisationen sind seit 35 Jahren im Provisorium Schulstrasse 3 untergebracht.

Das Bevölkerungswachstum beträgt ca. 40 Prozent in diesem Zeitraum. Die Liegenschaft müsste mit einer kostenintensiven Sanierung von über 4,5 Millionen Franken gesamterneuert werden und entspricht überdies nicht mehr den Bedürfnissen und Anforderungen der beiden Organisationen. Die aktuelle Situation ist unzumutbar und eine zukunftsgerichtete Lösung muss gefunden werden.

Langer Weg zur passenden Lösung

Die Gemeinde Aadorf ist seit 2018 um eine Lösung bemüht. Das erste Projekt wurde 2019 gestoppt und 2020 aus Kostengründen sistiert. Der angestrebte Neubau mit Gesamtkosten von rund 26 Millionen Franken übertraf das, dem Gemeinderat, vorgestellte Projekt bei weitem.

Ein weiterer Anlauf folgte 2020 mit der Prüfung der Liegenschaft der Firma Fuchs AG. Die Raumbedürfnisse konnten dort jedoch nicht vollständig abgedeckt werden. Überdies wären hohe Umbau- und Sanierungskosten angefallen.

2021 nahm die Gemeinde Aadorf das Projekt neu auf mit dem Ziel eines Neubaus für das Feuerwehrdepot und das EW Aadorf: Eine sinnvolle Gemeinschaftslösung mit zeitgemässer Infrastruktur. Die Feuerwehr kann im Alarmfall schnell und koordiniert reagieren in direkter Kommunikation mit dem EW Aadorf.

Gemeinsamer Standort bringt Vorteile

Angepasste funktionale Platz- und Raumbedingen sind auch für das EW Aadorf essentiell. Durch die gemeinsame Nutzung entstehen zusätzliche Synergien wie die Kostenoptimierung bei den Betriebs- und Unterhaltskosten. Ein Mehrwert für alle Seiten.

Verschiedene Standorte wurden geprüft. Als beste Lösung und Lage erwies sich die gemeindeeigene Parzelle Nr. 462, Wittenwilerstrasse.

Sie befindet sich bereits in der erforderlichen Bauzone für öffentliche Bauten und Anlagen. 2022/2023 wurde ein Planungskredit von 250’000 Franken bewilligt und auf ein Wettbewerbsverfahren verzichtet.

2024 erteilte der Gemeinderat die Freigabe zur Ausarbeitung eines Vorprojekts mit einem Kostenrahmen von 18 Mio. Franken. Der erforderliche Projektierungskredit wurde an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 16. Juni 2025 bewilligt.

Projekt weiterentwickelt und optimiert

Seit Juni 2025 haben Baukommission und Planungsteam das Projekt vertieft ausgearbeitet und in verschiedenen Bereichen optimiert. Trotz steigender Baukosten und allgemeiner Teuerung wird aktuell mit Gesamtkosten von 19,45 Millionen Franken gerechnet.

Der Gemeinderat prüft derzeit zusätzliche Einsparungen von rund 500'000 Franken, ohne die Qualität, Sicherheit oder Funktionalität des Gebäudes zu beeinträchtigen. Auch die Architektur wurde weiterentwickelt: Die Kombination aus Stahlkonstruktion und Holzfassade sorgt für eine zeitgemässe und ortsverträgliche Erscheinung.

Nach den Sommerferien informiert der Gemeinderat die Bevölkerung an einer öffentlichen Veranstaltung umfassend über das Projekt, bevor am 27. September 2026 über den Baukredit abgestimmt wird.

Kommentare

Weiterlesen

SRF Candinas Schnyder
97 Interaktionen
«Völlig falsch»
Schwarzer Peter
587 Interaktionen
Rassismus-Vorwurf

MEHR FEUERWEHR

Sax SG
8 Interaktionen
Sax SG
Brand auf Wiese
Brand auf Wiese
6 Interaktionen
Mehr Sicherheit

MEHR AUS THURGAU

Kreuzlingen
e-bike
2 Interaktionen
Arbon TG
Arbon
4 Interaktionen
Wegen Sturmschäden