Münchwilen (TG)

Münchwilen TG: Hauptplatz Waldegg soll einen Kunstrasen erhalten

Der 1973 gebaute Rasenplatz im Gebiet Waldegg in Münchwilen TG ist überaltert. Der Gemeinderat setzt auf einen Kunstrasen für rund 2,4 Millionen Franken.

Münchwilen TG
Der Bahnhof der Gemeinde Münchwilen (TG) (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Die Gemeinde Münchwilen verfügt im Gebiet Waldegg über eine attraktive Sportinfrastruktur mit Dreifachsporthalle und diversen Aussensportanlagen. Die Rasenplätze wurden nun einer Zustandsanalyse unterzogen.

Dabei hat sich gezeigt, dass der Hauptplatz (Platz eins), der im Jahr 1973 erbaut worden ist, in einem sehr schlechten Zustand ist. Die übliche Lebensdauer eines Naturrasenplatzes liegt – je nach Nutzung und Pflege – bei etwa 25 bis 35 Jahren. Mit über 50 Jahren ist der Platz deutlich überaltert.

Darum muss dieser zwingend innerhalb von zwei Jahren saniert werden. Die anderen Spielfelder weisen keinen akuten Sanierungsbedarf auf.

Kunstrasen ist durchgehend bespielbar

Der Hauptplatz befindet sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Wichtige Spieleigenschaften wie Ballrollverhalten, Ebenheit, Scherfestigkeit und Platzhärte sind nicht mehr gewährleistet. Eine umfassende Sanierung ist dringend erforderlich.

Der Gemeinderat hat zwei Machbarkeitsstudien bezüglich 1:1 Sanierung, sprich Naturrasen und die Variante Kunstrasenplatz geprüft.

Dabei wurde entschieden, dass die Variante Kunstrasen weiterverfolgt wird. Ausschlaggebend für diesen Entscheid sind insbesondere die höhere Kapazität durch eine grössere mögliche Nutzungsintensität pro Woche sowie die ganzjährige Nutzung, die tieferen jährlichen Unterhaltskosten sowie der deutlich geringere Wasserbedarf im Vergleich zu den übrigen Varianten.

Beteiligung des Fussballclubs

Zudem ist der Kunstrasen auch die bevorzugte Variante des Hauptnutzers FC Münchwilen mit über 400 Mitgliedern, davon rund 250 Juniorinnen und Junioren, der eine finanzielle Beteiligung in Aussicht gestellt hat. Weitere Beiträge sind von Sport Toto zu erwarten. Umliegende Fussballvereine haben zudem eine Absichtserklärung zur kostenpflichtigen Nutzung des Kunstrasenplatzes in den Wintermonaten angekündigt.

Durch die Trainings auf dem Kunstrasen können in der kalten Jahreszeit Hallenplätze für die anderen Vereine freigespielt werden. Zudem werden auch die anderen Trainingsplätze weniger stark beansprucht, was sich auch im Unterhalt niederschlagen wird.

Das Bauprojekt wird nun ausgearbeitet. Zielsetzung ist eine Urnenabstimmung am 28. Februar 2027. Die geschätzten Investitionskosten von 2,4 Millionen Franken wurden in das Budget 2027 und den Finanzplan 2028 aufgenommen.

Die Genehmigung des Budgets an der Gemeindeversammlung vom 25. November 2026 erfolgt vorbehältlich der Urnenabstimmung. Sollte der Souverän diesem Kreditantrag über rund 2,4 Millionen Franken zustimmen (jetziger Stand Fachplaner), soll der Baustart im Jahr 2027 erfolgen. Der Platz wird ein Jahr nicht bespielbar sein.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass ein Kunstrasenplatz die Infrastruktur der Gemeinde nachhaltig stärkt.

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«Frechheit»
Ueli Schmezer
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