Das Projekt «Unverpackt-Laden» wurde in der Schlussabstimmung gutgeheissen. Der Laden soll selbsttragend geführt werden.
Familiengärten in Fällanden.
Familiengärten in Fällanden. - Nau.ch / Simone Imhof

Das Projekt zum Ausbau des Lokals in einen «Unverpackt-Laden» mit Café wurde aufgrund der hohen Investitionen durch die Gemeinde an der Gemeindeversammlung vom 8. Juli 2020 intensiv diskutiert und in der Schlussabstimmung deutlich gutgeheissen.

Mit Beschluss vom 9. Dezember 2020 hat der Bezirksrat Uster diesen Beschluss aus den bekannten formellen Gründen jedoch wieder aufgehoben.

Der Gemeinderat hat in der Folge beschlossen, das Geschäft vollständig neu aufzugleisen mit dem Ziel, ein Projekt zu entwickeln, das folgende Eckpunkte beinhaltet: Das Ladenlokal an der Geerenstrasse 2 soll möglichst kostengünstig in einen Laden mit Café umgebaut werden.

Es soll eine Mieterschaft gefunden werden, welche den Laden mit einer hohen Wahrscheinlichkeit langfristig wirtschaftlich erfolgreich betreiben kann. Dazu soll ein plausibler Businessplan vorliegen.

Die Gemeinde soll sich weder an den Betriebskosten beteiligen noch in anderer Weise ein wirtschaftliches Risiko tragen, das heisst der Laden soll selbsttragend geführt werden.

Projekt der Genossenschaft Quartierladen Pfaffhausen ist ausgereift und transparent

Die Vermietung des Ladenlokals wurde im Mai 2021 im Glattaler öffentlich ausgeschrieben. So wurde allen potenziellen Interessenten die Möglichkeit geboten, sich um den Laden zu bewerben.

Die anschliessende Prüfung und Bewertung der Bewerbungen hat gezeigt, dass das Projekt der Genossenschaft Quartierladen Pfaffhausen ausgereift und transparent ist und am besten zu überzeugen vermag.

Gestützt auf die eingereichten Projektunterlagen aller Bewerber und die mit allen Bewerbern geführten Gespräche, hat der Gemeinderat beschlossen, mit der Genossenschaft Quartierladen Pfaffhausen einen Mietvertrag für das Ladenlokal an der Geerenstrasse 2 abzuschliessen. Die Einzelheiten und Konditionen des Mietvertrags sind Gegenstand der weiteren Verhandlungen.

Die gesamten Baukosten werden in Grundausbau- und Mieterausbaukosten aufgeteilt

Die Gemeinde finanziert den Grundausbau. Der Grundausbau wird zwar mit der zukünftigen Mieterschaft abgestimmt, ist aber im Wesentlichen nicht mieterspezifisch und wäre damit auch im Falle einer anderen Nutzung weiterhin nutzbar und werthaltig.

Alle übrigen Investitionen finanziert die Mieterin. Die Investition der Gemeinde beträgt gemäss Kostenschätzung knapp 200'000 Franken. Die allenfalls über die Investitionszusage der Gemeinde hinausgehenden Kosten sind von der Mieterin zu tragen.

Der guten Ordnung wird darauf hingewiesen, dass bei der Vorbereitung, Diskussion und Entscheidungsfindung die beiden Gemeinderatsmitglieder Maia Ernst und Pierre-André Schärer im Ausstand waren und zu keiner Zeit Zugang zu den Projektinformationen hatten. 

Mehr zum Thema:

Franken