Die Kirchenpflege der Reformierten Kirche Fällanden hat der Politischen Gemeinde das Alte Schulhaus beim Kreisel zum Kauf angeboten.
Im Hintergrund das Dorf Fällanden. - Keystone

Die Kirchenpflege der Reformierten Kirche Fällanden hat der Politischen Gemeinde das Alte Schulhaus beim Kreisel zum Kauf angeboten. Der Gemeinderat steht einem Kauf grundsätzlich positiv gegenüber und wird nun mit der Kirchenpflege das weitere Vorgehen und die Details für einen allfälligen Kauf besprechen.

Der Kanton Zürich hatte der Reformierten Kirchenpflege bereits 2016 mitgeteilt, dass er bereit wäre, das Alte Schulhaus zu kaufen – jedoch nur unter der Bedingung, dass es abgerissen werden kann. Dies setzt einerseits einen zustimmenden Beschluss der Kirchgemeindeversammlung voraus, andererseits einen Beschluss der Gemeindeversammlung für die notwendige Anpassung der BZO, da das Alte Schulhaus in der Kernzone liegt.

Zentrale Lage am Kreisel

Bei der nachfolgenden Verkehrs-/Strassenplanung des Kantons könnte die Gemeinde dann jedoch nur noch konsultativ mitreden; sie hätte keine Entscheidungskompetenzen, da es sich beim Kreisel und allen zuführenden Strassen um Kantonsstrassen handelt. Das Verkehrskonzept beim Kreisel ist einerseits massgebend für den Schutz vor einer weiteren Zunahme des motorisierten Verkehrs, insbesondere auch des Schwerverkehrs, andererseits aber auch für den Durchfluss des ÖV und die Verkehrssicherheit für den Langsamverkehr.

Dieses Verkehrskonzept wird im Wesentlichen durch den Fortbestand oder Abbruch des Alten Schulhauses bestimmt. Im Hinblick auf die Nutzung des Alten Schulhauses gilt es festzuhalten, dass das Raumbedürfnis für öffentliche Nutzungen mit zunehmender Bevölkerungszahl wächst, und hierfür ist das Gebäude mit seiner zentralen Lage am Kreisel bestens geeignet.

Nutzung für die Jugendarbeit

Ein wichtiges Ziel ist somit auch die weitere Nutzung des Gebäudes für die Jugendarbeit sowie für weitere öffentliche Bedürfnisse. Der Kauf des Alten Schulhauses ermöglicht der Gemeinde das erforderliche Mass an Planungs- und Gestaltungsspielraum für eine zukunftsweisende Weiterentwicklung der Gemeinde.

Ausserdem werden die politischen und planerischen Prozesse vereinfacht, wenn die Politische Gemeinde Eigentümerin des Gebäudes ist. Die Kirchenpflege ist ebenfalls der Meinung, dass es besser wäre, wenn die Eigentümerschaft in Fällanden bliebe.

Finanzielle Aspekte

Für die Weiterführung der bisherigen Nutzung über die nächsten zehn Jahre sind Sanierungskosten von rund 30'000 Franken sowie jährliche Unterhaltskosten von 6'000 Franken zu erwarten. Die Behebung von eventuellen grösseren, nicht erkennbaren Schäden ist in diesem Betrag nicht eingerechnet.

Eine kürzlich durchgeführte Kostenschätzung zeigt im Falle einer Totalsanierung einen Investitionsbedarf von 1.68 Millionen Franken auf – dabei fallen insbesondere für die Umsetzung der Vorschriften der Feuerpolizei und bezüglich der Behindertengerechtigkeit hohe Kosten an. Aus Sicht des Gemeinderats ist es wichtig, dass mit einem allfälligen Kauf keinerlei Auflagen verbunden sind.

Die erforderliche Flexibilität, um auf veränderte Situationen und Verhältnisse reagieren zu können, muss für die Gemeinde gewahrt bleiben.

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