Am Mittwoch, 11. Mai 2022, spielte der FC Aarberg gegen den FC Develier und verlor das Heimspiel mit 1:2.
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Ein Spieler trifft einen Fussball. - AFP

Der FC Aarberg konnte im Heimspiel gegen den FC Develier nicht an seine Leistungen der jüngeren Vergangenheit anknüpfen. Der sehr kompakt stehende und mutig konternde Gegner verleitete das Heimteam immer wieder zu vermeidbaren Fehlern. Gleichzeitig liessen die Aarberger ihre wenigen guten Chancen (bis auf eine Ausnahme) ungenutzt. Ausserdem verlor man den Abwehrchef und Kopfballspezialisten Simon Heimberg wegen einer noch unbekannten Knieverletzung.

Das Spiel startete unerwartet verhalten. Develier konzentrierte auf eine kompakte Defensive, störte mit seinen beiden Stürmern den Aarberger Spielaufbau aber genug, so dass sich beim Heimteam immer wieder Fehler einschlichen. Der Platz für einen geordneten Spielaufbau wäre eigentlich vorhanden gewesen. Trotzdem liess man sich verunsichern und passte das Spielaufbaukonzept an. Aber auch auf der anderen Seite gab es Ballverluste, so dass auch Aarberg zu einigen Chancen kam.

Die beste hatte in der 20. Minute Sandro Aebischer, als er alleine auf den Goalie zog, aber etwas zu lange mit dem Abschluss zögerte und schliesslich scheiterte. Zusätzlich hatte Simon Heimberg eine grosse Möglichkeit, als er bei einem Blaser-Corner frei zum Kopfball kam und deutlich verzog. Auf der anderen Seite verzog der Gästestürmer, als er bei einem Konter den Verteidiger wegblockte und aus 16 Metern abschloss.

In der 38. Minute wurde es ebenfalls gefährlich, als Traoré eine Flanke auf dem zweiten Pfosten knapp verpasste. Aarberg hatte bis zu diesem Zeitpunkt die Spielkontrolle verloren und musste nach Ballverlusten immer wieder den enteilten Gegenspielern hinterherrennen. Und so verwundert es nicht, dass Develier in der 40. Minute in Führung ging, als sie sich auf der rechten Seite gut durchsetzten und aus guter Position abschlossen. Känel parierte den ersten Versuch zwar noch, war dann gegen den Nachschuss aber machtlos.

Chance für den Ausgleich misslang

In der zweiten Halbzeit wollte der FC Aarberg wieder kompakter agieren. Man hatte noch genug Zeit für den Ausgleich. Dies misslang in der 47. Minute bereits komplett, als Aebischer den Ball beim Spielaufbau zu lange am Fuss hielt und Jenni in die Bredouille brachte. Da auch die Innenverteidiger des Heimteams sehr offen standen, war die gesamte Aarberger Abwehr mit einem Pass ausgespielt. Da Chèvre aber kläglich vergab, blieb es beim knappen 0:1. In der 57. Minute glich Aarberg dann mit der besten Aktion des Spiels aus.

Hofer lancierte aus dem Zentrum den Konter und spielte Schleiffer auf der linken Seite an. Dieser setzte sich im Strafraum durch, fand in der Mitte Blaser, der den Ball in die weite Ecke schlenzte und seinen 7. Saisontreffer bejubelte. Nun schien das Spiel für Aarberg in die richtige Richtung zu drehen. In der 68. Minute folgte dann aber die fatale Szene des Spiels. In einem Zweikampf direkt bei der Trainerbank verdrehte sich Simon Heimberg das Knie und musste sofort ersetzt werden.

Mangels Innenverteidigeralternativen wurde Sandro Aebischer nach hinten beordert. Kurz danach gab es für Develier einen Freistoss. Die Flanke wurde von einem Spieler der Gäste ideal auf den zweiten Pfosten verlängert, wo Känel keine Abwehrmöglichkeit mehr hatte. Nun gab es für Develier nur noch eins: Verteidigen der Führung. Aarberg rannte an, tat dies aber ziemlich konzeptlos, so dass es kaum mehr zu gefährlichen Abschlüssen kam. Höchstens bei Eckbällen kam noch eine gewisse Gefahr auf, da auch immer wieder Abpraller provoziert wurden.

Es fand jedoch kein Ball den Weg an der vielbeinigen Abwehr der Gäste mehr vorbei. Und so muss Aarberg gegen einen kämpferisch überzeugenden Gegner als Verlierer vom Platz gehen. Zum Ende der Saison folgen nun noch vier Seeländer Derbys und das Spiel in Köniz. Bereits am Samstag, 14. Mai 2022, trifft man auswärts auf den klaren Leader und bereits feststehenden Aufsteiger Besa Biel. Eine Herkulesaufgabe, für die das Team nicht zusätzlich motiviert werden muss.