Synodalrat mit neu fünf Mitglieder per Ende Juni 2019 besetzt
Synodalratspräsidentin Ursula Stämmer-Horst spricht zur Synode - Reformierte Kirche Kanton Luzern

Der Synodalrat der Reformierten Kirche des Kantons Luzern wird gestützt auf die Verfassung von heute sieben auf fünf Mitglieder reduziert: Yvonne Lehmann und Daniel Rüegg treten per Ende Juni 2019 zurück. Die Synode als kirchliches Parlament hat Ruth Burgherr zur neuen Synodepräsidentin gewählt. Zudem hat sie das neue Organisations- und Finanzhaushaltsgesetz sowie die Jahresrechnung 2018 verabschiedet.

Die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Luzern hat ihre Verfassung umgesetzt. Diese regelt auch, dass sich der Synodalrat aus fünf Mitgliedern zusammensetzt.

Bisher waren es deren sieben Mitglieder. Yvonne Lehmann und Daniel Rüegg treten per Ende Juni 2019 zurück. Weiter im Amt bleiben Synodalratspräsidentin Ursula StämmerHorst, Lilian Bachmann, Ulf Becker, Florian Fischer und Christian Marti.

Parlament wählt Ruth Burgherr als Synodepräsidentin

In der Synode als Parlament der Reformierten Kirche des Kantons Luzern wurde Ruth Burgherr als amtierende Vizepräsidentin zur neuen Synodepräsidentin gewählt. Die Horwerin tritt die Nachfolge von Fritz Bösiger an, der turnusgemäss nach einer Amtszeit von zwei Jahren zurücktritt. Alexander Boerlin aus Luzern wird neuer Vizepräsident der Synode. Ruth Burgherr und Alexander Boerlin treten ihr Amt am 1. Juli 2019 an.

Organisations- und Finanzhaushaltsgesetz verabschiedet

Die Reformierte Kirche des Kantons Luzern erarbeitete das neue Organisationsgesetz und Finanzhaushaltsgesetz. Die Synode als kirchliches Parlament hat beide Gesetzesentwürfe in der zweiten Lesung beraten. Die Berichte und Anträge wurden einstimmig verabschiedet. „Die zweite Lesung für das Organisations- und Finanzhaushaltsgesetz mit der einstimmigen Verabschiedung war sehr konstruktiv, dank der Vernehmlassung und den sorgfältigen Vorarbeiten der vorberatenden Kommission sowie der Fraktionen“, so Synodalratspräsidentin Ursula Stämmer-Horst. Das Organisationsgesetz regelt die Organisation der EvangelischReformierten Landeskirche des Kantons Luzern und der Kirchgemeinden. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Körperschaften und Leistungserbringern werden darin festgelegt.

Engagement von Synodalräten Yvonne Lehmann und Daniel Rüegg gewürdigt

Yvonne Lehmann leitete als Synodalrätin während zehn Jahren das Departement Bildung und kantonale Seelsorgestellen. Zu Beginn ihrer Amtszeit führte sie ein neues religionspädagogisches Konzept zusammen mit der Fachstelle Religionsunterricht ein, das in den Schulen des Kantons Luzern noch immer erfolgreich umgesetzt wird. Vor vier Jahren übernahm die Sozialdiakonin die Leitung aller kantonalen Seelsorgestellen. Dazu gehören insbesondere die Spital-, Gefängnis- und Hochschulseelsorge. Die Begleitung der Angestellten sowie der gemeinsame Austausch waren Yvonne Lehmann in ihrer Arbeit immer sehr wichtig. Yvonne Lehmann arbeitete in den vergangenen 34 Jahren als Sozialdiakonin der Kirchgemeinde Stadt Luzern und verabschiedet sich Ende Juni 2019 in die wohlverdiente Pension.

Synodalrat Daniel Rüegg war seit 2017 für das Departement Diakonie und Soziales zuständig. Er pflegte während seiner Amtszeit die Kontakte zum Diakonatskapitel, zur Diakonie Schweiz sowie zu verschiedenen Institutionen wie beispielsweise die Beratungsstelle Sans Papiers. Zudem hat er die jährlich wiederkehrende Zentralschweizer Diakoniekonferenz mitgestaltet und organisiert. Der Aufbau der ökumenischen Koordinationsstelle „Palliativ Seelsorge“ gehörte auch zum Tätigkeitsfeld. Daniel Rüegg ist seit 2005 als Diakon in der Kirchgemeinde Emmen-Rothenburg tätig.

Jahresrechnung fällt besser als budgetiert aus

2018 war für die landeskirchliche Organisation finanziell ein Ausnahmejahr: Die Fachstellen waren 2018 nicht oder nur teilweise besetzt. Damit fielen die Personalausgaben wesentlich geringer als budgetiert aus. Die Reformierte Kirche des Kantons Luzern verzeichnete höhere Steuererträge als angenommen. Obwohl für die Volksabstimmung über das Personalgesetz zusätzlich finanzielle Mittel eingesetzt werden mussten, fiel die Jahresrechnung 2018 bedeutend besser als budgetiert aus. Dank dem Ertragsüberschuss von rund 182‘000 Franken stieg das Eigenkapital auf 1,96 Millionen Franken an

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