SP Luzern: Wirtschaftliche Autonomie von Frauen fördern

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    In ihrer Vernehmlassung zum kantonalen Gleichstellungsbericht stellt die SP Luzern darüberhinaus klar: Gleichstellungspolitik betrifft auch Männer.

    Frau Burn-out Kind Arbeitsplatz
    Die SP Luzern will die wirtschaftliche Autonomie von Frauen fördern. (Symbolbild) - Depositphotos

    Die SP begrüsst, dass der Kanton weiterhin Massnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter und LGBTQIA+-Personen ergreifen will.

    Der vorgelegte Massnahmenplan bleibt jedoch zu oft vage, unverbindlich oder beschränkt sich auf Selbstverständlichkeiten.

    Was fehlt, ist ein strategisches, verbindliches Vorgehen mit ausreichenden Ressourcen – insbesondere bei zentralen Fragen wie Lohngleichheit, Armutsbekämpfung und der Verhinderung von Gewalt.

    Wirkungsvolle Instrumente für mehr Lohngleichheit bereits vorhanden

    Auch wenn dank der Kita-Initiative auch der Kanton Luzern nun endlich ein Kinderbetreuungsgesetz hat, unternimmt die Regierung zu wenig, um die wirtschaftliche Autonomie von Frauen zu fördern.

    Wirkungsvolle Instrumente für mehr Lohngleichheit und zur Armutsbekämpfung sind vorhanden und müssten nur eingesetzt werden.

    So soll beispielsweise bei öffentlichen Beschaffungen und Leistungsvereinbarungen Lohngleichheit konsequent kontrolliert werden.

    Zur Reduktion von Familienarmut fordert die SP Ergänzungsleistungen (EL) für Familien und Alleinerziehende sowie einen kantonalen existenzsichernden Mindestlohn nach dem Vorbild der Stadt Luzern.

    Vielfalt anerkennen und unterstützen

    Die Vielfalt heutiger Familienformen ist grösser, als im Bericht beschrieben. Mit einfachen Anpassungen – etwa bei Formularen oder der Nennung von «Erziehungsberechtigten» statt einzelner Elternteile – kann schon viel erreicht werden.

    «Auch die geplante Beratungsstelle für trans- und non-binäre Personen ist wichtig und trägt der gesellschaftlichen Vielfalt Rechnung», sagt SP-Kantonsrat Marcel Budmiger.

    «Um der Zielgruppe wirklich helfen zu können, muss sie aber deutlich besser dotiert werden als vorgesehen.»

    Zudem soll der neue Aktionsplan des Bundes gegen Hate Crime gegenüber LGBTQIA+-Personen auch in Luzern vollumfänglich umgesetzt werden.

    Gleichstellungspolitik betrifft auch Männer

    Die geplanten Massnahmen zielen hauptsächlich auf Frauen, für Gleichstellung braucht es aber beide Geschlechter.

    So sollen nicht nur junge Frauen für MINT-Berufe sensibilisiert werden, sondern junge Männer auch für Care-Berufe in Pflege, Bildung und Sozialer Arbeit. Auch diese Branchen sind stark vom Fachkräftemangel betroffen.

    Dasselbe gilt für die Gewaltprävention: «Selbstverständlich braucht es mehr Mittel für die Opferhilfe, dabei darf aber die Prävention und Täterarbeit nicht vergessen gehen», sagt SP-Kantonsrätin Maria Pilotto. «Daher müssen Angebote für gewaltausübende Personen ausgebaut werden und ein stärkerer Fokus auf kritische Männlichkeitsbilder gelegt werden.»

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