Sanierter Bahnhof Littau sorgt für flüssigeren Verkehr
In Luzern ist der Bahnhof Littau nach zweijähriger Sanierung fertig: Kürzere Schrankenzeiten und barrierefreie Perrons verbessern den Verkehrsfluss.

Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist der Umbau des Bahnhofs Littau abgeschlossen, berichtet die Stadt Luzern. Die Station wurde durch die SBB umfassend erneuert. Neu sorgen erhöhte Perrons und Bahnhofszugänge für einen barrierefreien Zugang.
Dank der modernen Steuerung konnten die Schliesszeiten beim Bahnübergang Cheerstrasse gesenkt werden. Mit weiteren Massnahmen will die Stadt Luzern nun das Gebiet um den Bahnhof aufwerten.
Rund 30 Millionen Franken hat die SBB in die Gesamterneuerung des Bahnhofs Littau investiert. Nebst der barrierefreien Gestaltung der Perrons wurden verschiedene Instandhaltungs- und Optimierungsarbeiten vorgenommen.
Optimierungen für Pendler und Schulwege
So stattete die SBB die Perrons mit neuen Informations-Displays aus, baute das nicht mehr benötigte Gleis 1 zurück, erstellte ein neues Betriebsgebäude und erneuerte die Sicherungs- und Bahnstromanlagen. Zusätzlich sanierte die SBB im Auftrag der Stadt Luzern das Trottoir im Bereich des Bahnübergangs.
Die Verbreiterung von 1,2 auf durchgehend 2,5 Meter dient insbesondere der Verbesserung der Sicherheit für den Fussverkehr und kommt den Schulkindern auf dem Schulweg zugute.
Weniger Rückstau dank kürzeren Schranken-Schliesszeiten
In den Hauptverkehrszeiten passieren sechs Züge pro Stunde den Bahnübergang Littau, in den Nebenverkehrszeiten vier Züge. Entsprechend kommt es zu Unterbrüchen im Strassenverkehr. Mit der Bahnhofsanierung wurden die Signalisierung und die Steuerung des Bahnübergangs Cheerstrasse angepasst.
Dadurch verkürzen sich die Schliesszeiten der Schranken. Vor der Sanierung blieben die Schranken pro Schliessvorgang in der Regel zwischen drei bis vier Minuten geschlossen, manchmal sogar länger. Heute dauert eine Schliessung im Normalfall weniger als 2,5 Minuten. Rund 40 Prozent der Schliessungen dauern sogar weniger als 2 Minuten.
Insgesamt ist der Bahnübergang pro Stunde heute damit durchschnittlich etwa 12 Minuten geschlossen. Vor der Sanierung waren es rund 18 Minuten. Das reduziert auch den Rückstau auf der Strasse und verbessert den Verkehrsfluss.
Aufwertung des Bahnhof-Umfelds
Das ursprüngliche Ziel einer Halbierung der Schrankenschliesszeiten in den Spitzenstunden konnte zwar nicht ganz erreicht werden, trotzdem zeigen die Optimierungen die gewünschte Wirkung.
«Wichtiger als die addierte Sperrzeit pro Stunde ist eine möglichst kurze Sperrzeit pro Schliessung, damit der Rückstau auf dem Strassennetz begrenzt bleibt und sich rasch wieder auflöst – und das wurde erreicht», sagt Christian Ferres, Projektleiter bei der Stadt Luzern.
Als weiterer Schritt folgt nun die Aufwertung des Umfelds des Bahnhofs. In einem gemeinsamen Projekt gestalten die Stadt Luzern und die SBB die Aufenthaltsflächen und den Bushof neu. Mit behinderten-gerecht ausgestalteten Bushaltekanten soll ein attraktiver Umsteigeort zwischen Bahn und Bus entstehen.
Neue Begegnungszone mit Baumreihe
Für eine zusätzliche Belebung planen die SBB die Sanierung der Aufnahmegebäude mit der Anordnung einer öffentlichen Nutzung (beispielsweise Café/Kiosk oder Ähnliches) in den Erdgeschossen. Gemeinsam planen Stadt und SBB die Umsetzung von attraktiven und möglichst begrünten Aussenräumen. Ziel ist ein Baubeginn des Bushofs Ende 2028.
Zudem erfolgt bald die Sanierung und Aufwertung von Grünauring und der unterer Cheerstrasse. Unter anderem soll am Grünauring eine Begegnungszone mit einer neuen Baumreihe entstehen. Ziel ist eine Realisierung ab Ende 2027.
Längerfristig ist die Realisierung einer zusätzlichen Bahnquerung für den Fussverkehr im hinteren Bereich des Bahnhofsareals ein weiteres Schlüsselprojekt zur Aufwertung des Bahnhofs Littau. Derzeit wird die Machbarkeit vertieft geprüft.






