Die Ombudsstelle der Stadt Luzern hat 2021 so viele Anfragen erhalten wie nie zuvor. Deutlich gestiegen ist die Zahl der verwaltungsinternen Beschwerden.
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Verwaltung (Symbolbild). - Der Bundesrat

Ombudsfrau Lucia Schnider Stulz bearbeitete 19 verwaltungsinterne Beschwerden und Anliegen, wie aus dem Jahresbericht 2021 hervorgeht, den die Ombudsstelle am Dienstag, 10. Mai 2022, veröffentlichte. Im Vorjahr waren es noch 14 Fälle gewesen. Bei der Mehrzahl der Anliegen sei es um Konflikte mit Vorgesetzten oder Rechtsberatungen zum Arbeitsverhältnis gegangen.

Doch auch die Coronapandemie prägte die Arbeit der Ombudsfrau. So musste sie sich etwa mit der Frage auseinandersetzen, ob die Stadt als Arbeitgeberin die Erwartung nach einer Corona-Impfung der Angestellten aussprechen dürfe oder ob sie Mitarbeitende ohne Covid-Zertifikat von Anlässen ausschliessen dürfe.

Einen neuen Höchststand von 278 Anfragen bearbeitete die Ombudsstelle. Es waren deren sieben mehr als im Vorjahr, dabei gibt die Ombudsfrau jeweils kurze Rechtsauskünfte oder leitet die Anfragenden an andere Stellen weiter, ohne einen Fall zu eröffnen.

Im Vergleich dazu verzeichnete die Ombudsstelle 77 komplexe Fälle und Anliegen. Hier war eine deutliche Abnahme im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten, als noch 90 neue Fälle eingegangen waren. Wie in der Vergangenheit betraf die Mehrheit der Anliegen Sozialhilfe, Erwachsenenschutz und Steuern.

2021 wurde das Pensum der Ombudsfrau von 60 auf 70 Prozent erhöht. Dazu erhielt sie mit Markus Vanza einen neuen Stellvertreter in einem 20-Prozent-Pensum. Er ersetzte den altershalber zurückgetretenen Otmar Kreiliger. Die Ombudsstelle der Stadt Luzern hat 2014 ihren Betrieb aufgenommen.

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