Der Interessenverband Pro Velo Luzern hat seine Volksinitiative für ein Luzerner Velonetz zugunsten des Gegenvorschlags der Stadtregierung zurückgezogen. Dieser verspreche die geforderten raschen Verbesserungen für Velofahrende, teilte der Verband am Mittwoch mit.
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Ein Fahrradfahrer auf einem Veloweg. (Symbolbild) - keystone

Die Initiative war im Sommer 2020 mit 1617 gültigen Unterschriften eingereicht worden. Sie verlangt breite und vortrittsberechtigte Velostrassen, die auf eigenen Trassees geführt werden. Das Netz soll aus sternförmig in die Stadt führenden sowie tangential verlaufenden Velowegen gebildet werden. Je Fahrtrichtung sollen die Velohauptrouten mindestens zwei Meter breit sein.

Der Stadtrat brachte im vergangenen Dezember einen Gegenvorschlag zur Initiative ins Parlament, den dieses verabschiedete. Der Gegenvorschlag sieht vor, das Velowegnetz innerhalb von zehn Jahren mit sternförmigen und tangentialen Hauptrouten zu ergänzen. Die Investitionen belaufen sich auf 40 Millionen Franken. Konzessionen macht er etwa bei der Mindestbreite und der Trennung vom Autoverkehr.

Der Gegenvorschlag nehme aber die Kernanliegen der Initiative auf, begründet Pro Velo den Rückzug. Die etwas weniger strengen Standards des Gegenvorschlags ermöglichen es, das Hauptroutennetz innerhalb von zehn Jahren auf einer Gesamtlänge von 27 Kilometern zu realisieren. Die Kompromisse seien vertretbar.

Hängig sind dagegen noch zwei identische Initiativen «Velonetz jetzt!» in den Vorortsgemeinden Kriens und Emmen. Diese waren im Dezember zu Stande gekommen.

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